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Lili und Goethe
17.02.2003
Goethes Lili
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Salzgässchen 1
63065 Offenbach

Telefon: 069/80652052
Telefax: 069/80653199
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Mann kann als frisch Verliebter durch den kleinen Büsing Park flanieren und dabei seiner Herzensdame Verse deklamieren. Goethe kannte und schätze Offenbach. "Trat man am Morgen in aller Frühe aus dem Hause, so fand man sich in der freiesten Luft, aber nicht eigentlich auf dem Lande." Er hatte als seine erste Liebschaft das Gretchen aus der Wirtschaft "Zur goldenen Rose" in der Domstraße gehabt.

Anfang Januar, lernte Goethe die siebzehnjährige Anna Elisabeth Schönemann kennen, die Lili genannt wurde. "Ein unbezwingliches Verlangen war herrschend geworden; ich konnte nicht ohne sie, sie nicht ohne mich sein." Zur Frankfurter Ostermesse verlobten sich die beiden.

Offenbach hatte, wie Goethe bemerkte, "prächtige Gebäude" und "Onkel Bernard ... bewohnte das größte." Es ist das neobarocke Büsing-Palais am Büsing-Park, an den sich der kleine Lili-Park anschließt. Hier flanierten die Verliebten und Verlobten, lustwandelten am Main. Der Badetempel, ruiniert und auf seinen Wiederaufbau wartend, heißt Lili-Tempel. Darin konnten sich die beiden verlustieren. Erst 1789, nachdem der Frankfurter Bankier von Metzler den Lili-Park erworben hatte, ließ er den Tempel errichten.

Goethe floh aus dem Verhältnis mit Lili, nach einem halben Jahr, zur Frankfurter Herbstmesse löst er die Verlobung. Er blieb bis 1807 mit der inzwischen als Frau von Türckheim verheiratet Lili in Briefkontakt, bekannte später gegenüber Eckermann: "Ich bin meinem eigentlichen Glücke nie so nahe gewesen als in der Zeit jener Liebe zu Lili."

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