Tag des offenen Denkmals am 12. September
Poststation und Pilgerweg im Fokus
08.09.2010
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Frankfurt/Wiesbaden/Kassel. Brücken sowie alte Post- und Grenzstationen können jahrtausendealte Geschichten erzählen. Auch alte Pilger- oder Handelswege sind einzigartige kulturelle Zeugnisse. Rund 500 Beispiele dieser Art können am «Tag des offenen Denkmals» am Sonntag (12.9.) in Hessen entdeckt werden.
«Kultur in Bewegung Handel, Reisen und Verkehr» heißt das Motto in diesem Jahr. In Hessen werden zum «Tag des offenen Denkmals» mit seinen zahlreichen Führungen wie im Vorjahr rund 120.000 Besucher erwartet, wie das Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden berichtete.
«Gerade bei einem Durchgangsland wie Hessen sind die Anregungen anderer Kulturen in allen Bereichen festzumachen», stellt der Präsident des Landesdenkmalamts, Gerd Weiß, fest. Die Elisabethkirche in Marburg war Mittelpunkt und Ziel von zwei Pilgerwegen - einer war ins Netz der europäischen Jakobswege eingebettet.
Die hugenottischen Glaubensflüchtlinge fanden unter Landgraf Karl von Hessen-Kassel eine Heimat. Er ließ im 18. Jahrhundert für die Neuankömmlinge eigene Städte bauen. Der Landgraf (1654-1730) machte sich auch zu Bildungsreisen auf, ohne die der von ihm initiierte einzigartige Bergpark Wilhelmshöhe mit seiner Wasserarchitektur und dem Herkules nicht vorstellbar wäre.
Der aktuellste Stand aller geöffneten Denkmäler in Hessen ist im Internet zu finden:
» www.denkmalpflege-hessen.de
Es gibt auch dieses Jahr wieder eine Denkmal-Zeitung des Landesamtes für Denkmalpflege mit allen Terminen im Überblick. Die Zeitung liegt kostenfrei in allen Bibliotheken, Museen, Touristbüros, Kommunen und Lotto-Annahmestellen und beim Landesamt aus.