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Basketball-Projekt: Kinder sollen gesünder essen
09.09.2010
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Im Rahmen des Projekts "Basketball macht Schule" soll Kindern auch gesundes Essen nahe gebracht werden.
Frankfurt. Basketball-Bundesligist Deutsche Bank Skyliners will sich für eine bessere Ernährung bei Kindern einsetzen. Mit Experten wie Ernährungsberatern sollen im Rahmen des Projekts «Basketball macht Schule» von Oktober an Klassen je einen halben Tag lang über gesunde Kost und richtiges Essverhalten aufgeklärt werden.

Dies kündigte der Geschäftsführer der Skyliners GmbH, Gunnar Wöbke, am Mittwoch in Frankfurt an. Das Programm unterstützen Profisportler wie Skyliners-Kapitän und Ex-Nationalspieler Pascal Roller. «Wenn jemand wie Pascal den Kindern erzählt, dass er keine Cola trinkt, sondern Apfelsaft und Wasser, hat das einen Wert», begründete Wöbke.

Der Verein Deutsche Bank Skyliners Frankfurt e.V. reagiert damit auf eine am Mittwoch präsentierte Studie über die Auswirkungen des im vergangenen Jahr gestarteten Projekts «Basketball macht Schule» (BMS). Dabei trainieren rund 1300 Schüler der 3. bis 6. Klassen wöchentlich Basketball.

«Eine große Herausforderung für BMS ist Ernährung», sagte Wirtschaftswissenschaftler Thomas Heimer von der Hochschule RheinMain, der mit seinem Team 191 Jungen und Mädchen sowie 146 Eltern befragt hatte. «Der Anteil der übergewichtigen Kinder ist relativ groß», analysierte der Professor.

Ein «erschreckendes Ergebnis» sei, dass mehr als jeder fünfte Schüler nicht zu Mittag esse. In der Hälfte der Fälle werde der Mangel mit Naschen kompensiert. Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) gab vor allem älteren Generationen Schuld an der «Unkultur des Essens». Sie forderte: «Das Curriculum müsste geändert werden. Wir müssen darauf achten, dass der Stundenplan ein Fach "Leben" hat.»

Als weiteres Manko ermittelte Heimer, dass viele Kinder alleine zum Training geschickt werden, gemeinsamer Sport mit der Familie aber die Ausnahme ist. «Das finde ich im höchsten Maße problematisch.» Gute Noten gab es von Heimer für andere Projekt-Ziele - mehr Bewegung, das Vereinswesen stärken, Mädchen und Jungen sowie Kinder unterschiedlicher Herkunft integrieren: Mehr als jeder zweite Teilnehmer einer Basketball-AG werde sportlicher.

Fast zwei Drittel spielten auch mit Kindern, zu denen sie sonst keinen Kontakt hatten. Vier von fünf Befragten gaben an, Basketball auch im Verein spielen zu wollen. Zudem sei der Ansatz richtig, beide Geschlechter zusammen zu trainieren. Frankfurts Kapitän Roller ergänzte: «Ich hoffe, dass neben den hintergründigen Aspekten auch der Spaß zur Geltung kommt.»


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