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Klitschko: Torte für Peter einziges Geschenk
WM-Kampf am Samstag in Frankfurt
Von Eric Dobias, 06.09.2010
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Wladimir KlitschkoWladimir Klitschko
Frankfurt. Am Montag hat Box-Weltmeister Wladimir Klitschko seinen Herausforderer Samuel Peter beschenkt, beim Showdown um die Schwergewichts-Krone am Samstag will der Titelverteidiger jedoch keine Präsente verteilen.

Klitschko-Manager Bernd Bönte überreichte Peter zu dessen 30. Geburtstag während einer Pressekonferenz in Frankfurt eine Torte in Form eines Boxrings. Nachdem sich der Jubilar bedankt hatte, legte er die Zurückhaltung ab: «Ich werde mir die Titel holen.»

Für beide ist es das zweite Duell gegeneinander. Vor fünf Jahren hatte Klitschko den Nigerianer in Atlantic City in den USA nach Punkten bezwungen, war allerdings zwischenzeitlich dreimal am Boden. «Der September ist meine Zeit. Ich bin auf dem Höhepunkt und gehe mit guten Gefühlen in den Kampf», sagte Peter.

Klitschko, der die Gürtel der großen Verbände IBF und WBO sowie der weniger bedeutenden Organisation IBO verteidigt, ließ sich von den Ankündigungen nicht beeindrucken. «Ich bin es gewohnt, dass meine Gegner mich vermöbeln oder K.o. schlagen wollen. Das habe ich schon oft gehört», meinte der Weltmeister und legte in Richtung Peter nach: «Als ich 30 war, habe ich auch gedacht, dass ich auf dem Höhepunkt bin. Aber ich habe mich jedes Jahr gesteigert.»

Der Champion hielt dem in den USA lebenden Peter einen WM-Gürtel hin, damit er diesen «mal anfassen und mit ihm spielen» könne. «Besitzen wirst du ihn aber nie», sagte Klitschko. Der 34-jährige Ukrainer hat von seinen 57 Profi-Kämpfen 54 gewonnen, 48 durch K.o. Klitschkos letzte Niederlage liegt knapp sechseinhalb Jahre zurück. Damals unterlag er dem Amerikaner Lamon Brewster.

Peters Trainer Abel Sanchez beurteilte die Ausgangslage dennoch anders. «Was 2005 begonnen wurde, soll nun zu Ende geführt werden. In Runde sechs gibt es einen K.o.-Sieg Samuels», sagte der Coach. Auch Klitschko hat die Erinnerungen an das erste Duell noch im Hinterkopf, zieht jedoch andere Schlüsse.

«Ich bin sehr motiviert für den Kampf, weil die Geschichte vor fünf Jahren sehr spannend war.» Die Niederschläge damals seien Teil des nigerianischen Alptraums, wie Peters Kampfname lautet, gewesen. «Aber ich habe nie Zweifel an meinem Sieg gehabt. Das ist auch heute so», sagte Klitschko.

Von 37 Profi-Kämpfen hat Peter immerhin 34 gewonnen. Nach seiner Niederlage gegen Wladimir Klitschko verlor der Nigerianer 2008 allerdings auch gegen dessen älteren Bruder Vitali. Wladimir Klitschkos Trainer Emanuel Steward würdigte den Herausforderer. «Peter ist in besserer Verfassung als 2005.»

Der 66-jährige Amerikaner, der einst Dreifach-Weltmeister Lennox Lewis betreute, sieht seinen Schützling aber nicht in Gefahr: «Auch Wladimir ist heute ein anderer Boxer. Er ist der beste Schwergewichtler. Meine Prognose: K.o. vierte oder fünfte Runde.»

Für Klitschko, der sich in der Nähe von Kitzbühel auf den Fight vorbereitete, geht es zwar auch um den WM-Titel. «In erster Linie interessiert mich aber die Herausforderung.» Die dürfte am Samstag größer als in den vergangenen Kämpfen sein. «Peter ist ein schneller Mann. Ich werde sehr aufmerksam sein.»


Wladimir und Vitali Klitschko im Internet:

» www.klitschko.com

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