Studie: Jeder Zweite versteht Verpackungen nicht
27.07.2010
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Die Angaben auf Lebensmittelverpackungen sind jedem Zweiten ein Rätsel.
Taunusstein. Jeder zweite Bundesbürger versteht die Angaben auf Lebensmittelverpackungen nicht. Ebenso viele fürchten, von der Industrie über die Zutaten belogen zu werden. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Allensbach-Umfrage, die das Laboranalyse-Unternehmen SGS Institut Fresenius in Auftrag gegeben hat.
Die jüngsten Lebensmittelskandale um Gammelfleisch oder Analogkäse sowie die Diskussion um Zusatzstoffe und gentechnisch veränderte Lebensmittel hätten die Verbraucher nachhaltig verunsichert, teilte Fresenius dieser Tage in Taunusstein bei Wiesbaden mit. Das Institut für Demoskopie Allensbach hatte für die Studie im Mai 2010 rund 1800 Verbraucher befragt. Davon fanden 49 Prozent die Packungsangaben «weniger oder gar nicht verständlich».
Besonders ältere Menschen hatten der Mitteilung zufolge Verständnisprobleme: Bei den über 60-Jährigen waren es 58 Prozent. Die größten Sorgen der Befragten waren Gentechnik im Essen und Mogelpackungen. Jeder zweite hatte Angst, dass in den Lebensmitteln nicht das steckt, was die Industrie verspricht und dass ihnen gentechnisch veränderte Ware untergeschoben wird. Mehr als die Hälfte waren der Meinung, dass die Lebensmittel längst nicht so gesund sind, wie die Hersteller behaupten.