«Jedermann»-Premiere mit Markwort als «Tod»
17.07.2010
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Helmut Markwort
Frankfurt. Der Tod steht Helmut Markwort (73) gut: Der scheidende «Focus»-Chefredakteur hat sich in seiner ersten Theaterrolle achtbar aus der Affäre gezogen. Bei der Premiere des «Hessischen Jedermann» gab der Darmstädter den «Tod» am Samstagabend in Frankfurt ausgebrannt und mit schwarzem Schlapphut.
«Er war so ein menschlicher Tod, da kann sich ja jeder freuen, wenn er abgeholt wird», schwärmte Premierengast und Markwort-Freund Harald Schmidt. Der TV-Entertainer sammelte selbst schon Theatererfahrung.
Die Freilichtaufführung des Frankfurter Volkstheaters im Historischen Garten vor dem Dom war konventionell gehalten und hatte durchaus Längen. In die Rolle des «Jedermanns», des skrupellosen reichen Mannes, der vom Tod abgeholt wird, schlüpfte TV-Schauspieler Ralf Bauer («Gegen den Wind»). Seine Kollegin Alexandra Seefisch («Alisa - Folge Deinem Herzen») spielte die «Buhlschaft».
Regisseur Wolfgang Kaus (74) übertrug dafür die fränkische Fassung des «Jedermanns» von Fitzgerald Kusz ins Hessische. Nach eigenen Angaben machte sich Kaus mit der prominenten Besetzung ein Geschenk zu seinem 50. Bühnenjubiläum. Unter den Premierengästen war auch Markworts Lebensgefährtin, «Bunte»-Chefredakteurin Patricia Riekel, die seinen Auftritt «ganz, ganz toll» fand.
Markwort witzelte, er habe sich ein «Altershobby» gesucht. Außerdem gestand er, während der Aufführung «wahnsinnig aufgeregt» gewesen zu sein.