Stadt und Land
Home
Sitemap
Online-Werbung
Hilfe
Feedback
Fragen, Kritik, Verbesserungsvorschläge oder Lob - hier können Sie uns Ihre Meinung mitteilen.

» zum Feedback-Formular
Semmelroth: Quast soll feste Spielstätte kriegen
01.07.2010
» Zur Listenansicht
Der Komödiant Michael Quast; Foto: Maik Reuß, Bildquelle: FNPMichael Quast
Frankfurt. Frankfurts Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) hat seine Unterstützung für eine feste Spielstätte der «Fliegenden Volksbühne» bekräftigt. Vorgesehen als Ort für Michael Quasts Bühne ist der Paradieshof in Alt-Sachsenhausen.

Der Kabarettist und Schauspieler Quast (51) stehe auch für eine «Artistik mit Sprache» und spreche ein generations- und milieuübergreifendes Publikum an, sagte Semmelroth am Donnerstag.

Er begründete damit, weshalb das Projekt keine direkte Konkurrenz zum Volkstheater Frankfurt sei. Quast ist unter anderem Mitbegründer und Protagonist des Sommerfestivals «Barock am Main - Der Hessische Molière».

Die Zustimmung der Stadtverordnung steht noch aus, gilt aber als sicher. Der rund fünf Millionen Euro teure Umbau des zuletzt leerstehenden Paradieshofs ist bereits über das «Förderprogramm Alt-Sachsenhausen» des Stadtplanungsamts abgedeckt.

Wie jedoch der laufende Betrieb künftig finanziert werden soll, ließ Semmelroth offen. Der sicherlich sechsstellige Betrag könne unter anderem über Stiftungen zusammenkommen. Das Volkstheater Frankfurt bekommt aus dem Kulturetat des laufenden Stadthaushalts etwa 620 000 Euro.

Eine Zusammenarbeit zwischen Quast und dem Volkstheater war 2008 am Widerstand der Leiterin Gisela Dahlem-Christ gescheitert - zum Bedauern Semmelroths. Quast hätte künstlerischer Leiter und dritter Geschäftsführer der 1971 von Liesel Christ gegründeten Bühne werden sollen. Er hob daraufhin seine «Fliegende Volksbühne» aus der Taufe.

Der Kulturetat der Stadt Frankfurt im Jahr 2011 beläuft sich - ohne Investitionshaushalt - praktisch unverändert auf 168 Millionen Euro. Bundesweit liegt Frankfurt bei den Pro-Kopf-Ausgaben für die Kultur seit Jahren ganz vorne. Der Etat für Schauspiel und Oper wird noch einmal um 1,2 Millionen Euro auf 63,2 Millionen Euro steigen.

Die wichtigsten Investitionsvorhaben sind weiterhin die Groß- Projekte am Museumsufer - dazu gehört der gut elf Millionen Euro teure Umbau des Filmmuseums, den die Stadt mit gut sechs Millionen Euro bezuschusst. Er soll 2011 ebenso fertiggestellt werden wie der Städel-Erweiterungsbau und die Sanierung der Bauten des Historischen Museums.

Für den Erweiterungsbau des Museums für Weltkulturen soll ein Wettbewerb bis Jahresende ausgeschrieben werden. Bis 2012 stehen für dieses Projekt vier Millionen Euro in der Haushaltsvorplanung bereit.

Nutzen Sie Facebook?
Dann empfehlen Sie diese Seite Ihren Freunden:

Anzeige - jetzt schalten
0.405