Wieder Mängel an neuem Krankenhaus
Umzug erneut verschoben
11.03.2010
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Neubau des Offenbacher Krankenhauses
Offenbach Pech und Pannen: Am Millionenprojekt des Krankenhausneubaus in Offenbach sind schon wieder Sicherheitsmängel aufgetaucht. Der geplante Umzug muss deshalb zum zweiten Mal verschoben werden. Er soll nun statt im April im Mai über die Bühne gehen. Das teilte die Verwaltung am Donnerstag mit.
Zuvor hatten Experten Fehler beim Brandschutz festgestellt. Außerdem wird der Landeplatz des Rettungshubschraubers wegen des anhaltenden Frosts nicht rechtzeitig fertig.
«Die Firmen haben die baulichen Mängel zu verantworten», sagte der Geschäftsführer des Klinikums, Hans-Ulrich Schmidt. «Es ist auffällig, dass es so viele Mängel sind.» An der für nächsten Freitag (19.) geplanten Einweihung des 160 Millionen Euro teuren Neubaus hält die Klinik aber fest.
Nach Aussage Schmidts funktionierte bei Tests unter anderem das Brandmeldesystem, an das rund 6300 Melder gekoppelt sind, nicht einwandfrei. Revisionsklappen waren für TÜV-Prüfer unzugänglich. Auf der Pannenliste stünden zudem Steckdosen ohne Strom, fehlende EDV- Kabel in Büros sowie Räume ohne Wasser, aber mit Abflussleitung. «Das ist der ganz normale Wahnsinn auf einer Baustelle», klagte er.
Die Probleme seien bei Prüfungen eines internen Teams aufgefallen. Nach einer Kontrolle mit Mitarbeitern des Bauamts, der Feuerwehr, der Brandschutzgutachter und der Generalplaner am Donnerstag entschied die Klinikleitung, das Gebäude erst nach dem endgültigen Abschluss aller Sicherheitsprüfungen freizugeben.
Erst im Dezember 2009 hatte das Klinikum die Inbetriebnahme um vier Monate auf April verschoben. Dies war damals ebenfalls mit mangelnder Sicherheit begründet worden. Die zusätzliche Zeit sei zur sorgfältigen Prüfungen von Technik und Hygiene erforderlich, hieß es. So sollten alle Einrichtungen von der Klimaanlage bis zu den Geräten der Strahlenklinik sorgfältig getestet werden.
Der Neubau des kommunalen Krankenhauses ist die größte städtische Investition Offenbachs in der Nachkriegszeit. Der Komplex umfasst 720 Betten sowie mehrere Operations- und Pflegestationen.