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40. Ball des Sports: Ablenkung für Riesch
Von Inga Radel, 07.02.2010
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Ministerpräsident Roland Koch und Eislauflegende Marika Kilius beim Ball des Sports 2010 in Wiesbaden.Ministerpräsident Roland Koch und Eislauflegende Marika Kilius beim Ball des Sports 2010 in Wiesbaden.
Wiesbaden. Zwei Tage vor ihrem Abflug nach Vancouver tanzte Ski-Glamourgirl Maria Riesch noch ausgelassen auf dem «Ball des Sports». Für die 25-Jährige war das Fest in Wiesbaden «eine willkommene Ablenkung, ich bin schon ein bisschen hibbelig», gestand die große deutsche Medaillenhoffnung für die Winterspiele am Samstagabend.

Großen Druck spürte sie vor ihrer Olympia-Premiere aber nicht. «Ich bin Mitfavoritin, aber nicht Top-Favoritin», meinte Riesch bei der Gala der Stiftung Deutsche Sporthilfe. «Ich habe fünf Chancen, bin in allen fünf Disziplinen gut drauf - das ist die ideale Ausgangsposition.»

Die 40. Auflage des «Ball des Sports» mit 1800 Gästen stand ganz im Zeichen der am 12. Februar beginnenden Winterspiele. Unter dem Motto «Eine Nacht auf Eis» war im Ballsaal eine große Eisfläche aufgebaut, serviert wurde kanadischer Lobster. Moderator Johannes B. Kerner schaltete live zu Athleten, die schon in Kanada weilen.

Der Eingang der Rhein-Main-Hallen erstrahlte in eisblau - auch als Formel-1-Fahrer Nico Rosberg Deutschlands Sportler des Jahres 2009 - Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius und Schwimm-Weltrekordler Paul Biedermann - mit einem bronzefarbenen Sportwagen direkt vor den roten Teppich chauffierte.

«Langsam ist wieder Normalität eingekehrt, ich arbeite auch schon wieder voll», sagte Nerius nach dem traumhaften Karriere-Ende mit dem WM-Titel in Berlin und zahlreichen Auszeichnungen.

Wie betört war Vize-Kanzler Guido Westerwelle von Franziska van Almsick, nachdem er mit der Sporthilfe-Vize-Chefin den Ball hatte eröffnen dürfen: «Das war überhaupt das erste Mal in meinem Leben, dass ich einen Ball eröffnet habe. Und dass es so wunderschön war, habe ich allein dieser wunderschönen Frau Franziska van Almsick zu verdanken.»

Die frühere Weltklasse-Schwimmerin, mit langem roten Kleid von Designerin Victoria Beckham und Hochsteck-Frisur im Audrey- Hepburn-Look, fand den Tanz «schön, wirklich schön».

Gewichtheber-Olympiasieger Matthias Steiner hatte Inge, seine hochschwangere neue Liebe, diesmal daheim gelassen. «Ich wollte ihr das nicht mehr zumuten, sie ist kurz vor der Entbindung.» Aber auch so amüsierte er sich mit den über 140 aktuellen und ehemaligen Top- Athleten, darunter Ex-Boxer Henry Maske, Schalke-Coach Felix Magath, Frauen-WM-OK-Chefin Steffi Jones und Heiner Brand.

Der Handball-Bundestrainer sagte: «Ich schalte hier mal ab, aber ich bin noch enttäuscht von der EM.» Die Sporthilfe verspricht sich aus dem Ball einen Erlös von einer dreiviertel Million Euro.


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