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Die zehn Tore sind abgehakt
Skibbe hält den Spielplan für ausgewogen
03.07.2009
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Balltreibende Kraft im Trainingslager: Eintracht-Neuzugang Selim Teber (vorne), hier verfolgt von Markus Steinhöfer. Foto: Schneider Balltreibende Kraft im Trainingslager: Eintracht-Neuzugang Selim Teber (vorne), hier verfolgt von Markus Steinhöfer. Foto: Schneider
Von Klaus Veit

Eintracht Frankfurt startet bei Werder Bremen in die neue Saison. Nach zwei 0:5-Schlappen in der vergangenen Spielzeit wurde diese Neuigkeit bei dem Fußball-Bundesligisten mit unterschiedlichen Gefühlen aufgenommen.

Zell am Ziller. Heribert Bruchhagen saß gerade am Rande des Trainingsplatzes, als er zugerufen bekam: «Ihr startet in Bremen.» Der Vorstandschef der Eintracht murmelte etwas von «Man muss es nehmen, wie es kommt», stand auf und verließ das kleine Stadion im Zillertal.


Die Hanseaten hatten im Frühjahr mit den Ausschlag dafür gegeben, dass Friedhelm Funkel gehen musste. 0:5 an der Weser, dann am drittletzten Spieltag auch 0:5 im heimischen Stadion, das war der Volksseele zu viel, sie kochte über. Funkels Nachfolger Michael Skibbe blieb am Donnerstag optimistisch: «Werder hat eine spielstarke Mannschaft. Vielleicht ist sie ja am ersten Spieltag noch nicht so eingespielt. Wir wollen zumindest einen Punkt dort holen.»


Markus Pröll hatte in der Saison 08/09 bei beiden Partien das Eintracht-Tor gehütet, will trotz der zehn «Einschläge» in seinem Kasten nichts von einem Angstgegner wissen: «Das war nur letztes Jahr so. Die Saison zuvor hat es gegen Werder doch zwei Mal gut geklappt.» Und grinsend fügte er hinzu: «Wir können es diesmal zumindest nicht schlechter machen.» Ähnlich sieht es Innenverteidiger Marko Russ: «Die beiden 0:5 haben wir abgehakt, es zählt nur die neue Saison.»


Von den neuen Eintracht-Spielern versprach Selim Teber: «So ein Debakel wird es diesmal nicht geben.» Und Maik Franz meinte: «Das ist doch ein schöner Auftakt. Da haben wir die Chance, gleich zum Saisonauftakt etwas zu reißen.»


Insgesamt hält Skibbe den Spielplan für «ausgewogen». Lediglich die Spieltage sechs bis acht könnten in seinen Augen etwas stressig werden: «Hamburg, Stuttgart und Schalke, das sind drei echte Kracher hintereinander.»


Doch bis er sich darum Gedanken machen muss, dauert es noch eine Weile. Derzeit steht die Konditionsarbeit im Vordergrund, selbst die Mannschaftstaktik ist noch kein Thema: «Nach derzeitigem Stand wäre es gewagt, mit zwei Stürmern oder zwei Sechsern zu spielen.» Denn für den Angriff sind lediglich Nikos Liberopoulos und Ioannis Amanatidis fit, fürs zentrale defensive Mittelfeld nur Chris und Selim Teber. «Wenn dann nur einer ausfällt, müsste ich die ganze Taktik ändern», gibt Skibbe zu bedenken.


Andererseits rechnet er fest damit, dass der an den Leisten operierte Martin Fenin «spätestens bis zum Köln-Spiel», also am dritten Spieltag, wieder zur Verfügung stehen wird. Und trotz der Verpflichtung von Teber bemühe man sich weiter um eine Ergänzung im zentralen Bereich. Denn mit Zlatan Bajramovic kann man zumindest so schnell nicht ernsthaft planen. Der Bosnier hat wieder eine Entzündung im mehrfach operierten Zeh, fällt wieder mindestens drei Wochen lang aus.


Mit dem Leistungsstand der 25 im Zillertal anwesenden Profis ist Skibbe zufrieden. Auch Caio hatte keine Probleme, den 45-Minuten-Lauf vor dem Frühstück zu absolvieren. Auf dem Trainingsplatz gibt sich der Brasilianer ebenfalls Mühe und kassierte Lob. «Er will jeden Ball haben und hat tolle Umschaltaktionen», sagte Skibbe und meinte damit, dass Caio den Ball nicht nur quer oder nach hinten schiebe, sondern Offensivdrang beweise. Wie es mit dem Defensivverhalten ausschaut, könnte sich erstmals am Dienstag gegen Dynamo Kiew zeigen.



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» Kommentar von Klaus Veit

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