In den Sand gesetzt
02.07.2009
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Klaus Veit
Auf knapp 500 Bundesliga-Spielminuten hat es Nikola Petkovic gebracht, seitdem er im Winter zur Frankfurter Eintracht gekommen war. Seine Leistungen waren dabei nicht so gut, dass er besondere Ansprüche stellen könnte. Es wurde schnell klar, dass der 21-Jährige zwar ein ganz guter Zweikämpfer, aber längst noch kein guter Fußballer ist. Nur in einer Statistik tauchte er an der Spitze auf: Petkovic hatte die größte Fehlpassquote der gesamten Liga. So setzte ihn Friedhelm Funkel, als es die personelle Situation wieder zuließ, auf die Bank.
Bekanntlich hat die Eintracht inzwischen den Trainer gewechselt, jeder Ersatzspieler wittert seine Chance beim neuen Chef. Nur Petkovic nicht. Er setzt sich über Absprachen hinweg, fährt in Urlaub statt ins Trainingslager. Kaum zu erwarten, dass er dafür gute Gründe vorbringen kann. Wahrscheinlich ist, dass Petkovic nicht erkannt hat, dass ein Profi-Leben zwar viele schöne Seiten besitzt, aber auch Pflichten und eine kompromisslose Einstellung zu diesem Beruf erfordert. Das Wort Dummheit erscheint angebracht.
Sollte er aus seinem bis 2012 laufenden Vertrag aussteigen wollen, hätte er es nur sagen müssen. Die Eintracht hätte ihm kaum Steine in den Weg gelegt.
Wenn nicht alles täuscht, hat Petkovic seine Bundesliga-Karriere in Dubai in den Sand gesetzt.