Viele Schinken sind Imitate
03.07.2009
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Gib es echten Schinken bal dnur noch beim Metzger auf dem Markt?
Wiesbaden. In Gaststätten wird nach Erkenntnissen hessischer Lebensmittelkontrolleure zunehmend Schinkenimitat statt Kochschinken verwendet. Seit 2006 wurden nach einem Bericht des Radiosenders hr-iNFO in Hessen insgesamt 528 Proben bei Gastronomen, Herstellern und Händlern genommen.
Dabei fanden die Lebensmittelkontrolleure heraus, dass in fast jedem dritten Fall Schinkenimitat verwendet wurde. Immer häufiger sei festzustellen, dass in den Gaststätten minderwertige Produkte als angeblicher Kochschinken serviert würden, sagte Verbraucherschutz-Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) dem Sender.
Besonders häufig seien die Beanstandungen in Gaststätten gewesen, wo in zwei Dritteln aller Fälle etwa für Schinken-Pizza oder Schinken-Nudeln nur das billige Imitat verwendet worden sei. Es bestehe zum großen Teil «aus schnittfestem Stärke-Gel, in das kleine Fleischstücke eingebettet sind».
Der Fremdwassergehalt sei im Vergleich zu echtem Schinken sehr hoch, der von tierischem Eiweiß hingegen extrem niedrig. «Das ist üble Verbrauchertäuschung», betonte Weinmeister.
«Wer Mogel-Schinken ohne ausreichende Kennzeichnung in Verkehr bringt, begeht zumindest eine Ordnungswidrigkeit. Bei nachgewiesenem Vorsatz liegt sogar eine Straftat vor», warnte er.
Weinmeister kündigte an, die Lebensmittelkontrolle werde hart durchgreifen. Jedem, der das Imitat wiederholt ohne korrekte Kennzeichnung verwende, drohe die Veröffentlichung seines Namens im Internet.