Zuwachs für die Mégane-Familie
von Martina Göres, 03.07.2009
Schicker Kompakt-Kombi: Renault Mégane Grandtour.
Modell-Übersicht:
Quelle:
Paris (fnp) Der Grandtour und der kurze Scénic gehen an der Start. Beide sind billiger als ihre Vorgängermodelle. Krise hin, Krise her: Renault macht aus der Not eine Tugend und bietet die beiden neuesten Varianten des kompakten Mégane preiswerter an als die Vorgängermodelle.
Der Grandtour genannte Kombi startet mit einem Basispreis von 18.950 Euro, das sind 600 Euro weniger als bisher. Der fünfsitzige Kompakt-Van Scénic ist mit 19.100 Euro sogar um 2200 Euro günstiger als sein Vorgänger.
Der 4,56 Meter lange Grandtour ist um sechs Zentimeter gewachsen und empfiehlt sich mit gutem Platzangebot, deutlich mehr Knieraum im Fond und einem größeren Gepäckabteil, das jetzt 524 Liter Volumen schluckt und über die niedrige Ladekante von nur 56 Zentimeter auch angenehm zu beladen ist.
Nach Umklappen der im Verhältnis 60:40 teilbaren Rücksitze sind es sogar bis zu 1595 Liter. Zudem ist die Lehne des Beifahrersitzes serienmäßig umklappbar, was eine Ladelänge bis 2,55 Meter ermöglicht. Bis zur B-Säule mit der fünftürigen Limousine identisch, präsentiert sich der Kombi dank seines markanten Hecks mit stark geneigter Rückscheibe eher auch als das schickere Auto.
Vier Benziner mit einem Leistungsspektrum von 110 bis 180 PS und vier sparsame, mit Rußpartikelfilter ausgerüstete Selbstzünder von 90 bis 160 PS sind für den Antrieb zuständig; alle Vierzylinder-Aggregate sind aus der Mégane-Familie bekannt. Der 1,4-Liter große Turbo-Benziner mit 130 PS für 20.050 Euro wurde nach dem Downsizing-Prinzip konzipiert.
Bei den Selbstzündern glänzt der 106 PS starke 1,5-Liter-Turbodiesel für 21.050 Euro mit harmonischer Kraftentfaltung und einem Normverbrauch von 4,8 Liter je 100 Kilometer. Der Motor soll in den nächsten Wochen auf Euro 5 getrimmt werden; bis auf die beiden stärksten Diesel erfüllen alle Aggregate ansonsten nur die Euro-4-Abgasnorm.
Das Fahrwerk des Fronttrieblers mit komfortabler Federung entspricht dem der Limousine; die neue Servolenkung arbeitet jetzt präziser. Die umfangreiche Serienausstattung umfasst sechs Airbags, ESP, manuelle Klimaanlage, CD-Radio mit MP3-Funktion, Nebelscheinwerfer, elektrische Fensterheber, beheizbare Außenspiegel und Dachreling.
Wie in den übrigen Mégane-Modellen ist auch für den Grandtour ein fest eingebautes TomTom-Navigationssystem für 490 Euro erhältlich. Ein variables Innenleben und viel Platz bietet der 4,34 Meter lange Scénic. Die dritte Generation des «Urahns der Kompakt-Vans» wurde um zehn Zentimeter verlängert und präsentiert sich wieder praktisch und komfortabel.
Die drei längsverschiebbaren Einzelsitze im Fond lassen sich zusammenfalten und komplett ausbauen; das Gepäckvolumen reicht von 470 Liter bis zu 1870 Liter in zweisitziger Konfiguration. Im Vergleich zum seit April angebotenen, 22 Zentimeter längeren Grand Scénic sieht der Fünfsitzer etwas sportlicher aus, seine Frontpartie mit den großen Lufteinlässen orientiert sich am Mégane Coupé.
Die Motorenpalette des Scénic umfasst drei Benziner mit einer Leistung von 110 PS bis 140 PS und drei Selbstzünder mit 106 PS bis 160 PS. Der günstigste Selbstzünder kostet 21.200 Euro, der 160 PS starke Zweiliter-Diesel in der Luxe-Ausstattung 27.900 Euro.