0:1 – Wehen plant jetzt eingleisig für die 3. Liga
03.05.2009
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Der Wehener Dajan Simac (hinten) vergab gegen Osnabrück einen Elfmeter. (Archivbild)
Wiesbaden. Der SV Wehen Wiesbaden hat seine letzte Chance im Abstiegskampf nicht genutzt und kann endgültig für die 3. Liga planen. «Wir versuchen, eine junge, hungrige und schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen, um mittelfristig den Wiederaufstieg zu schaffen», kündigte Vizepräsident Markus Hankammer nach der 0:1 (0:0)-Niederlage des Schlusslichts am Freitagabend im Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga gegen den VfL Osnabrück an.
Im vergangenen Jahr hatten die Wiesbadener noch den achten Platz belegt. Aber die Chancen auf den Klassenverbleib sind bei noch vier ausstehenden Spielen und elf Punkten Rückstand auf die Niedersachsen nur noch rechnerischer Natur. Vor 7776 Zuschauern in der Brita-Arena erzielte Konstantin Engel (59. Minute) das Tor für Osnabrück, das sich dennoch auf die Relegation einstellen muss. Die Fans der Gastgeber machten mit «Vorstand-raus-Rufen» ihrem Unmut Luft.
«Die Enttäuschung ist extrem groß», räumte Hankammer ein. «Wenn die Mannschaft vier Tage vor Schluss als Absteiger feststeht, dann muss man unser Projekt als gescheitert erklären.» Cheftrainer Hans- Werner Moser meinte: «Ab jetzt planen wir eingleisig für die dritte Liga.» Die meisten Spielerverträge gelten jedoch dort nicht.
Moser war von seiner Mannschaft bitter enttäuscht: «Es stand kaum jemand auf dem Platz, der sich gewehrt hat.» Auch Torhüter und Kapitän Alexander Walke kritisierte: «Wir sind nicht aufgetreten, wie man es in so einem Endspiel muss. Osnabrück war heute in allen Belangen überlegen.»
Im von Teamchef Sandro Schwarz bezeichneten «absoluten Endspiel» zitterten den Gastgebern die Knie. So scheiterte Dajan Simac in der 35. Minute mit einem Elfmeter an Torwart Tino Berbig, nachdem Darlington Omodiagbe den Wehener Aykut Öztürk von den Beinen geholt hatte. Wegen seiner heftigen Proteste musste Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz auf die Tribüne. Osnabrück dominierte von Anfang an und entwickelte wesentlich mehr Torgefahr als der Tabellenletzte. So hätten Nico Frommer per Kopf (18.) und Thomas Reichenberger mit einem Fallrückzieher (44.) beinahe die Führung erzielt. Schlussmann Walke rettete nach der Pause noch mit einem großartigen Reflex gegen Frommer, ehe Engel traf.