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Ungewohnte Rolle: FSV ist gegen Osnabrück Favorit
20.02.2009
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Szene aus dem Hinspiel: Der Osnabrücker Thomas Cichon (l) trifft per Elfmeter zum 3:2-Endstand.
Foto: dpa

Frankfurt. Der FSV Frankfurt will als Mannschaft der Stunde in der 2. Fußball-Bundesliga seinen kleinen Höhenflug auch gegen den VfL Osnabrück fortsetzen. «Wir nehmen die Favoritenrolle an. Es ist eine neue Situation, aber die Mannschaft ist stark genug, um der Rolle gerecht zu werden. Wir haben uns diese Situation erarbeitet», sagte FSV-Manager Bernd Reisig vor dem Match mit dem punktgleichen Gast am Sonntag (14 Uhr) in der Commerzbank-Arena.

«Das Selbstbewusstsein unserer Mannschaft darf nicht zu Überheblichkeit werden. Das wird wieder Abstiegskampf pur, Osnabrück wird sich mit Händen und Füßen wehren», ergänzte Reisig. Mit 7:1 Zählern ist der Aufsteiger in der Rückrunde noch ungeschlagen und auf Rang 14 direkt vor den VfL gerückt. Osnabrück ist ausgerechnet vor dem Gastspiel am Main mit nur 1 Punkt aus drei Spielen und nur einem Sieg aus den vergangenen zwölf Partien in eine Krise geschlittert.

«Der Teamgeist und die bedingungslose Bereitschaft, alles dem Klassenverbleib unterzuordnen, hat uns im vergangenen Jahr stark gemacht. Das kann auch jetzt nur unser Weg sein», meinte Osnabrücks Coach Claus-Dieter Wollitz. Bis auf den nach einer Wadenbeinfraktur noch nicht einsetzbaren Abwehrchef Thomas Cichon kann Wollitz personell aus dem Vollen schöpfen. «Wir wollen die Mannschaft der Saison werden. Dafür brauchen wir noch viele Punkte», betonte Reisig. «Es ist ein schmaler Grat zwischen Schulterklopfen und Buhrufen.»

Im Hinspiel hatte Osnabrück - begleitet von verbalen Auseinandersetzungen der Trainer - 3:2 gewonnen. Dem entsprechend warnt Team-Chef Tomas Oral: «Wir dürfen uns von unserer Serie nicht beeinträchtigen lassen. Wir haben einen Nachholbedarf an Punkten. Wir müssen als Einheit auftreten und wieder Leidenschaft zeigen. Mit Schönspielerei gibts nichts zu ernten.» Die Meinungsverschiedenheit seien «zu hoch gekocht» worden. Da gebe es nichts aus der Welt zu räumen. «Das war ein kurioses Spiel, wie es nur alle zehn bis zwanzig Jahre vorkommt. Dafür kann der VfL nichts», beteuerte Oral. Dennis Hillebrand fehlt nach einem Sehnenriss wie Henrich Bencik (Muskelfaserriss) und Oualid Mokhtari. Nach dem harten Zusammenprall im 0:0-Spiel bei Greuther Fürth konnte er noch nicht trainieren.




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