Attraktive Auslosung für den Confed-Cup
22.11.2008
Johannesburg. In eineinhalb Jahren will Südafrika die beste Fußball-WM aller Zeiten ausrichten, bereits der Anpfiff für die Generalprobe soll deshalb so attraktiv sein wie nie. Wenn am Samstag in Johannesburg der Confederations Cup 2009 ausgelost wird, leisten acht der schönsten Frauen der Welt Hilfestellung. Sieben der Teilnehmerländer werden durch ihre Schönheitskönigin vertreten, für den Irak als Meister Asiens tritt die derzeitige Miss World an – sie kommt aber immerhin aus China.
Neben Spanien als Europameister und dem Irak als Champion des asiatischen Kontinentalverbandes sind zwei weitere Mannschaften für das Achterfeld des Confed Cups (11. bis 28. Juni 2009), der in nur vier WM-Städten ausgetragen wird, automatisch qualifiziert: Italien als Weltmeister und Südafrika als Gastgeber der WM, die vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 in neun Städten mit zehn Stadien (zwei in Johannesburg) stattfinden soll. Dazu kommen die Kontinentalmeister Brasilien (Südamerika/TV), Ägypten (Afrika), Neuseeland (Ozeanien) und USA (Nord-/Mittelamerika).
Deutschland nahm am Confed Cup 2005 als Gastgeber automatisch teil und belegte ein Jahr vor der WM 2006 durch ein 4:3 n.V. gegen Mexiko Rang drei. Durch die Niederlage gegen Spanien (0:1) im EM-Endspiel 2008 verspielte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Chance, sich ein Jahr vor der WM beim mittlerweile obligatorischen Aufwärm-Turnier bereits mit den Gegebenheiten und den Spielstätten vor Ort vertraut zu machen. Stattdessen ist nun eine Asien-Tour geplant.
Von einer Auslosung kann bei der «Miss-Wahl» am Samstag (16.00 Uhr MEZ) allerdings kaum gesprochen werden. Südafrika ist in Gruppe A gesetzt, Ägypten und Brasilien in Gruppe B, darüber hinaus werden Spanien und Italien nicht in einer Gruppe landen. Gespielt wird in zwei Gruppen zu je vier Mannschaften, die jeweils zwei Gruppenbesten erreichen das Halbfinale. Der Sieger des Endspiels in Johannesburg wird mit 3,75 Millionen Dollar Preisgeld belohnt.
850 000 Tickets gehen für die Spiele in den Verkauf, das billigste in der Gruppenphase ist ab 70 südafrikanischen Rand (6 Euro) zu haben, das teuerste beim Finale kostet 1400 Rand (ca. 117 Euro). Das WM-OK will beim Confed Cup vor allem südafrikanische Zuschauer in die Stadien holen. «Wir erwarten keine große Zahl auswärtiger Besucher», sagte OK-Chef Danny Jordaan. Bei der WM sollen dann rund 450 000 ausländische Gäste kommen.
Die WM-Organisatoren sehen den Confed Cup als willkommene Generalprobe. «Die Vorbereitungsphase ist vorüber, jetzt beginnt die Veranstaltungsphase, allerdings ist dies auch nur ein Test-Event für die WM, der uns die Chance gibt, alles zu überprüfen. Aber wir sind sehr zuversichtlich», sagte Jeroma Valcke, Generalsekretär des Fußball-Weltverbandes Fifa.
Vor dem Confed Cup musste umdisponiert werden. Weil der Stadion-Neubau in Port Elizabeth/Nelson Mandela Bay wegen Verzögerungen bei der Anlieferung von Stahlelementen für die Dachkonstruktion nun erst zur WM fertig sein soll, finden die Spiele nur in vier WM-Städten statt: Neben Johannesburg werden Südafrikas Hauptstadt Tshwane/Pretoria, Mangaung/Bloemfontain sowie Rustenburg die Schauplätze der Generalprobe sein.
sid