Auch Inamoto fällt gegen Bayern aus
27.10.2008
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Junichi Inamoto
Frankfurt. Eintracht Frankfurt klebt weiter das Verletzungspech an den Hacken. Im Spiel des Jahres gegen Branchenprimus Bayern München müssen die Hessen am Mittwoch (20.00 Uhr) auch noch auf Defensivspieler Junichi Inamoto verzichten, der sich beim 3:2-Sieg in Cottbus einen Muskelfaserriss zuzog und auf unbestimmte Zeit ausfällt. «Das ist ein sehr schwerer Schlag und trifft uns hart, weil wir schon so viele Verletzte haben. Ich hoffe, dass wir das gut kompensieren können», sagte Trainer Friedhelm Funkel am Montag.
Funkel stehen nur noch 17 gesunde Spieler zur Verfügung, darunter drei aus den Nachwuchsteams U23 und U19. Immerhin kehrt Faton Toski nach überstandener Leistenverletzung ins Aufgebot zurück und wird wahrscheinlich den Part Inamotos im defensiven Mittelfeld übernehmen. «Ich kann Toski nicht schonen, ich brauche ihn. Er könnte ihn ersetzen», sagte Funkel. Festlegen wollte er sich auf Toski als Inamoto-Vertreter allerdings noch nicht. «Irgendein Spieler muss die Verantwortung übernehmen. Wer das sein wird, weiß ich noch nicht.»
Wie immer wollte sich der 54-Jährige nicht zu seiner möglichen Aufstellung äußern. Denkbar wäre, dass Ümit Korkmaz im linken Mittelfeld anstelle von Kreso Ljubicic und Martin Fenin für den Brasilianer Caio in die Anfangsformation rücken.
Trotz der Personalmisere sieht der Coach, der nach zwei Siegen in nur vier Tagen wieder fest im Sattel sitzt, sein Team nicht chancenlos. «Wir geben uns nicht von vornherein geschlagen. Wir wollen versuchen, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten. Eine Chance gibt es immer. Aber das hängt in erster Linie davon ab, wie es uns gelingt, der geballten Angriffswucht der Bayern entgegenzutreten», sagte Funkel.
Er setzt darauf, dass seine Mannschaft die Euphorie aus den erfolgreichen Spielen gegen Karlsruhe (2:1) und in Cottbus mitnimmt. «Die Stimmung ist jetzt natürlich gelöster, der Kopf freier», bemerkte Funkel. Und natürlich erhofft er sich die Unterstützung der Fans, die zuletzt lautstark seine Entlassung gefordert hatten. «Wenn wir weiter gewinnen, wird sich das Umfeld beruhigen. Ich kann den Unmut der Fans zum Teil verstehen, denn sie geben viel Geld für den Fußball aus. Wenn wir in die Spur zurückfinden, werden die Rufe verstummen», mutmaßte Funkel.
Er selbst habe sich durch die verbalen Attacken gegen seine Person nicht aus der Fassung bringen lassen. Als Trainer dürfe man nie die Bodenhaftung verlieren, sich aber auch nicht nach unten ziehen lassen. «Es ist wichtig, dass ich auch in solch schwierigen Phasen authentisch bleibe und mich nicht von äußeren Einflüssen aus der Bahn werfen lasse. Wenn alle hektisch und nervös werden, muss ich die Ruhe bewahren», erklärte Funkel.