Landgraf öffnet Schlosspark Wolfsgarten für Gartenfest im Herbst
21.08.2008
Blick auf das Schloss Wolfsgarten von Moritz Landgraf von Hessen im südhessischen Langen
Langen (dpa) Moritz Landgraf von Hessen öffnet im September erneut die Tore zum Park seines Schlosses Wolfsgarten im südhessischen Langen.
Vom 19. bis 21. September veranstalten der Hausherr und sein Sohn, Donatus Prinz von Hessen, zum zweiten Mal das «Fürstliche Gartenfest Schloss Wolfsgarten», wie sie am Donnerstag im Schlosspark ankündigten.
«Der große Publikumszuspruch im vergangenen Jahr hat mich überzeugt, auch künftig zum Frühherbst eine Ausstellung zu ermöglichen», sagte der Landgraf. Prinz Donatus erwartet, dass die Zahl von knapp 20 000 Besuchern vom Vorjahr mindestens wieder erreicht wird.
Die Gartenveranstaltung ist eine Mischung aus Verbrauchermesse, Vorträgen und Fest. 135 Aussteller aus mehreren Ländern zeigen vor allem Pflanzen und Gartenprodukte. «Fast alle Aussteller aus dem Vorjahr kommen wieder, viele der zusätzlichen Bewerber mussten wir ablehnen», sagte Projektleiter Markus Miller.
Etwa 40 Prozent der Aussteller seien renommierte Pflanzenzüchter aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Jeder fünfte zeige Gartenaccessoires und -werkzeug.
Landschaftsarchitekten bieten kostenlose Gartenberatungen, auch Vorträge zum Thema sind vorgesehen. Für Musik sorgen die Parforcehorn-Bläser «Rheingau Rallye» und das Wiener Musik- und Maskentheater.
Autoren lesen Kleinkindern Bücher vor, die älteren können sich mit einem Clown im Mitmach-Zirkus amüsieren. Der Schlosspark ist außer im Frühherbst nur an zwei Wochenenden im Mai zur Rhododendronblüte für die Öffentlichkeit zugänglich.
Schloss Wolfsgarten ist ein ehemaliges Jagdschloss im Stil des 18. Jahrhunderts. Zu den Schmuckstücken des um 1900 angelegten Parks, der mit 50 Hektar etwa so groß ist wie 70 Fußballfelder, gehört das frisch sanierte Prinzessinnenhaus.
Das Jugendstilhaus entstand im Auftrag des Großherzogs Ernst Ludwig 1902 als Spielhaus für die siebenjährige Prinzessin Elisabeth und stammt von dem Architekten Joseph Maria Olbrich. Zu den Besonderheiten des Gartens gehört ein großer Teich mit angrenzendem japanischen Garten und geschwungener Steinbrücke sowie eine mehrere hundert Jahre alte Eiche.
Schloss und Park gehören zu den fast 90 denkmalgeschützten Objekten der Hessischen Hausstiftung mit Sitz in Kronberg, deren Geschäftsführer der Prinz ist. Mit dem Gartenfest sollen auch Einnahmen für den Erhalt der Gebäude erzielt werden.
Das «Fürstliche Gartenfest» kostet 14,00 Euro Eintritt. Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Die Dauerkarte kostet 24 Euro. Öffnungszeiten: Freitag und Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag von 9.00 bis 18.00 Uhr.