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Respekt vor dem Aufsteiger
Erneut viele Ausfälle vor Gastauftritt in Karlsruhe

von Klaus Veit, 14.03.2008
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Mittelfeldbesprechung zwischen Benjamin Köhler (links) und Markus Weissenberger während des gestrigen Training.
Foto: Klein


Frankfurt (fnp) Als die Frankfurter Eintracht am 26. September 2007 ausgerechnet gegen den Karlsruher SC mit 0:1 die erste Heimniederlage der Saison in der Ersten Fußball-Bundesliga kassierte, da war allenthalben die Enttäuschung groß. Ausgerechnet gegen einen Aufsteiger, so hieß es.

Inzwischen hat sich das Team aus Nordbaden großen Respekt erarbeitet, steht auf Rang sieben, zwei Plätze vor der Eintracht. „Hut ab vor dem, was Trainer Eduard Becker und Manager Rolf Dohmen da aufgebaut haben“, sagt Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel. Der KSC sei in den vergangenen knapp zwei Jahren zu „gestandenen Einheit“ geworden, „da kann man gar nicht genug Komplimente machen“. Aber trotzdem, so machte der 54-Jährige klar, „werden wir am Samstag versuchen, drei Punkte zu holen.“ Womit die Eintracht den Gegner in der Tabelle überholen würde.

Funkel hat auch Schwachpunkte bei der Becker-Truppe ausgemacht: „Wenn man gut gestaffelt steht und selbst auch nach vorne spielt, bekommen sie manchmal Probleme.“ Immerhin scheint der ganz große Aufstiegsschwung des Neulings vorbei zu sein: Von den letzten fünf Spielen konnte nur eines gewonnen werden. Allerdings datiert die letzte Heimniederlage ebenfalls aus dem September vergangenen Jahres, als der FC Bayern mit 4:1 im Wildpark gewann.

Während bei den Gastgebern wohl nur Stürmer Kennedy wegen einer Knöchelverletzung fehlen wird, muss Funkel wieder auf mehr als ein halbes Dutzend Spieler verzichten. Wobei der Ausfall von Sotirios Kyrgiakos (Nasenbeinbruch) besonders ärgerlich ist, weil in der Innenverteidigung nur noch Marco Russ, Aaron Galindo und Mounir Chaftar zur Verfügung stehen.

Galindo pausierte wegen seines lädierten Knöchels zwei Tage, aber am Samstag wird der Mexikaner spielen können. Er will es auch, will sich so für die Nationalmannschaft empfehlen, für die er erstmals nach seiner Dopingsperre eine Einladung erhielt. Am 26. März spielt Mexiko in London gegen Ghana.

Mounir Chaftar fehlt die Bundesliga-Praxis, kam er doch nur im Pokal bei Union Berlin in der Innenverteidigung zum Einsatz. Trotzdem will Funkel nicht jammern: „Das wäre ein Schlag ins Gesicht der jungen Spieler. Jeder Profi, der einen Vertrag bei uns hat, besitzt auch mein Vertrauen.“

Das habe sich in der Vergangenheit immer ausgezahlt: „Egal, wie viele Verletzte wir hatten, haben wir in 97 bis 98 Prozent aller Spiele in den vergangenen dreieinhalb Jahren immer unser Bestes gegeben.“ Deshalb sei der Klassenerhalt bereits „so gut wie sicher“ und die anvisierten 45 Punkte „realistisch“.

Funkel hat sich noch nicht entschieden, ob er sein Team im 4-4-2- oder im 4-3-3-System spielen lassen wird. Im Offensivbereich hat sich mit Markus Weissenberger immerhin eine Alternative nach überstandener Erkältung zurück gemeldet. Ob der Österreicher für oder neben Faton Toski spielen wird ist ebenfalls offen. Dem Torschützen beim 1:1 gegen Bochum attestiert der Coach zwar eine gute Entwicklung, „aber er hat auch noch Defizite, beispielsweise in der Rückwärtsbewegung.“



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