Menschenaffen im Frankfurter Zoo wohnen künftig im Borgori-Wald
06.09.2007
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Frankfurt (dpa) Der Borgori-Wald im Frankfurter Zoo ist das künftige Zuhause von Orang-Utans, Bonobos und Flachlandgorillas. Das 14,5 Millionen Euro teure Menschenaffenhaus soll den Tieren artgerechte Bedingungen bieten und besteht aus Innen- und Außenanlagen auf einer Fläche von einem Hektar.
«Die Gehege sind entsprechend den Bedürfnissen der Tiere gebaut», sagte der stellvertretende Direktor des Frankfurter Zoos Rudolf Wicker beim Richtfest am Donnerstag.
Der Borgori-Wald, der zunächst als Bonoboland im Gespräch war, ersetzt das in den 30er Jahren erbaute Menschenaffenhaus, das inklusive der Außenanlage vollständig abgerissen wird. Als «wesentlichen Schritt in die Zukunft» bezeichnete Stadtrat Felix Semmelroth (CDU) den Bau der Anlage und nannte als Ziel, «diesen Zoo zu einem der besten und ersten in Europa» zu machen.
Neun Gorillas, zwölf Bonobos und sieben Sumatra-Orang-Utans sollen im Winter in ihr neues Quartier umziehen. Außerdem wird das neue Haus auch noch Vögel und Kleintiere aus dem tropischen Afrika beherbergen. Baumstämme und Seile regen zum Klettern an, die Wände bestehen aus künstlichen Felsen, aus denen Pflanzen wachsen werden.
Das Gebäude ist einem Blatt nachempfunden, ein Foliendach und große Fenster sorgen rundum für viel Licht und niedrigen Energieverbrauch. «Wir haben das sparsamste Modell gewählt», sagte Wicker. Eine Geothermie- Heizung schafft tropische Temperaturen im Haus, bis auf ein paar Spot-Lichter ist keine künstliche Beleuchtung geplant.
«Sie werden auf einer Urwaldlichtung stehen, umzingelt von Gorillas», beschreibt Wicker das Gefühl der Besucher im fertigen Borgori-Wald. Auf einer Ebene mit den Tieren - nur durch eine Glasscheibe von ihnen getrennt - sollen die Besucher «sich fühlen wie im Regenwald». Auch die Bewohner profitierten von der neuen Anlage: «Der Besucher ist für die Affen ein richtig spannendes Programm.» So werde Langeweile bei den Tieren vorgebeugt.
Finanziert wird der Borgori-Wald mit einer sogenannten Public Private Partnership zwischen dem Frankfurter Zoo als öffentlicher Institution und der Hannover Leasing als privatem Investor. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt hatte bereits im Januar mit zwei Millionen Euro den Neubau gefördert. Darüber hinaus soll es einen Baugroschen von einem bis zwei Euro pro Eintrittskarte geben.