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vom 04.02.2012
Kein Wetter für Schlittenhunde

Zu nass, zu warm, zu glitschig
Von Sabine Maurer

Schmitten (dpa) Den Menschen war es zu nass - den Hunden zu warm. Bei der dritten Auflage des Schlittenhunderennens auf dem Großen Feldberg am Wochenende machte das Wetter den Veranstaltern und Teilnehmern einen dicken Strich durch die Rechnung.

Wegen des Regens war der Boden im Taunus so glitschig geworden, dass der zweite Teil des Rennens am Sonntag aus Sicherheitsgründen abgesagt wurde. Es soll eventuell am übernächsten Wochenende nachgeholt werden.

Am Samstag hatten sich die 55 «Musher», wie die Schlittenhundeführer genannt werden, von Nebel, Wind und Regen nicht schrecken lassen. Pünktlich zum ersten Start um 10.30 Uhr zogen sich die Wolken zu, und es begann zu regnen.

Den etwa 300 Hunden - die meisten von ihnen Huskys - machte das weniger zu schaffen, als die von ihnen als warm gefühlte Temperatur von fünf Grad. «Je kälter es ist, desto besser laufen die Huskys, am liebsten bei minus 15 Grad», erklärte Mitveranstalter Peter Stürtz vom Feldberghof.

Wegen Schneemangels waren die «Musher» dieses Jahr nicht auf Schlitten, sondern größtenteils auf Wagen unterwegs. Die besonders konditionsstarken unter ihnen joggten sogar hinter ihren Hunden her, und die Tollkühnen ließen sich auf einem Fahrrad von den Tieren ziehen.

Dazu gehörte auch Heiko Skowranek. «Das ist schon saugefährlich, aber schließlich ist es auch die Heldenklasse», keuchte der Marburger, kurz nachdem er bis an die Stirn mit Dreck bespritzt über die Ziellinie geradelt war. Auch sein Rüde Lobo war völlig erschöpft, hechelnd legte er sich kurz nach dem Zieldurchlauf ins nasse Gras.

Sein Geschirr war mit einem Karabinerhaken an einem Gurt befestigt, den sich sein Herrchen um den Oberkörper geschlungen hatte. So legten die beiden die knapp sechs Kilometer lange Strecke mit ihren steilen Abhängen und Kurven zurück. Sie war auf Rücksicht auf die Vierbeiner bereits im Vorfeld um ein Viertel verkürzt worden.

«Zum einen ist es für die Hunde zu warm, und zum anderen sind die Wagen deutlich schwerer als Schlitten», erklärte Mitveranstalter Thorsten Muth.

Die Wege machten am ersten Veranstaltungstag noch keine Probleme. Sie seien erst sechs Wochen zuvor mit neuem Schotter aufgefüllt worden, erzählte Peter Stürtz, der sich vor Beginn der Veranstaltung über eine rekordverdächtige Zahl von Anmeldungen gefreut hatte.

Weil auf dem Feldberg im Taunus das einzige Schlittenhunderennen im gesamten deutschsprachigen Raum über die Bühne ging, hatten sich fast doppelt so viele «Musher» angemeldet wie noch im Jahr zuvor.


Artikel vom 25. 02. 2007, 12:30 Uhr.