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Zwölfjährige veröffentlicht Pferdebuch
Carolin hat ein Geheimnis
Von Sabine Maurer, 20.04.2005
» Zur Listenansicht Pferde beflügeln die Phantasie von Carolin Diel.
Oberursel (dpa) Wenn es nach der zwölfjährigen Carolin Diel ginge, hätte sie längst ein eigenes Pferd. So wie Leonie. Die hat bei einem Preisausschreiben ein Pony gewonnen und erlebt mit ihm allerlei spannende Geschichten. Doch Leonie gibt es nicht wirklich, sie ist die Hauptperson in dem Buch von Carolin. Es heißt «Das Geheimnis des schwarzen Pferdes» und ist im Kelkheimer M.-G.-Schmitz-Verlag erschienen.

Mit zehn Jahren hat das Mädchen aus Oberursel bei Frankfurt angefangen, die Geschichte von Leonie und ihrem Pony aufzuschreiben. «Das ist mir einfach so eingefallen», erzählt sie. Etwa neun Monate hat sie für die 130 Seiten gebraucht. Zunächst hatte Carolin nur die Idee für eine Pferdestory, später mixte sie als großer Harry-Potter-Fan noch einige rätselhafte Ereignisse in die Geschichte. «So weit ich weiß, ist sie die jüngste Buchautorin Deutschlands», erzählt ihr Vater Markus Diel.

Die Veröffentlichung der Geschichte war zunächst überhaupt nicht geplant. Die Idee entstand erst, als Kinder eines Bekannten «Das Geheimnis des schwarzen Pferdes» lasen und begeistert waren. Ein Kollege des Vaters, der als Journalist arbeitet, verlegte schließlich das Buch. Zunächst wurden 100 Exemplare davon gedruckt.

Sie liegen in einem Karton im Haus der Familie, von dort aus sollen sie verschickt werden. Bestellt werden kann das Buch für 9,90 Euro über den Buchhandel und über das Internet. «Bis jetzt haben wir zwei Exemplare verkauft, und zwar an die Oma und an einen Kollegen», erzählt Markus Diel.

Seine Tochter kümmert sich wenig um die Verkaufszahlen. Sie findet es «irgendwie cool», dass ihre Geschichte jetzt gedruckt ist. Außerdem macht sie sich Sorgen um die Reaktionen ihrer Freundinnen und Klassenkameraden. Denn in der Schule ist das Buch noch ihr Geheimnis, nur ihrem Deutschlehrer hat Carolin vor einigen Tagen davon erzählt.

Schließlich wolle sie nicht als Angeberin dastehen, sagt die Schülerin. Ob sie ein zweites Buch schreiben wird, weiß sie noch nicht. «Ich hätte viel lieber ein Pferd, als noch ein Buch», meint sie.


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