Shawn Phillips - No Category
Shawn Phillips pendelt zwischen Bowie und Scat
Von Mike Marklove,
22.12.2004
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Frankfurt (fnp) Er trägt seine Gesinnung offen auf dem aktuellen Albumtitel: «No Category» lautet das Album des Künstlers Shawn Phillips. Im Prinzip nimmt Phillips seine Hörer auf eine melodiöse musikalische Reise. Zunächst mit Rockeinlagen, später unterstützt von sanften Streichern («Fondest Dreams»), bietet er alles von launigen Liedern bis hin zu romantisch verträumten Nummern.
Auf dem unbeschwert daher kommenden «Moneydance» echauffiert sich der Künstler über die Macht des Mammon, während im Hintergrund die Bläsersektion scheinbar unbeschwert trötet. Phillips selbst klingt bei den flotteren Songs manchmal so spröde wie Marla Glen oder David Bowie, an den er am nächsten in «I Will Never Leave» herankommt.
Eine komplett andere Atmosphäre scheint in «Calico & Rainbows» durch, wo zunächst sanfter Gitarrenpop herrscht, ehe ein zünftiger Folk-Rock übernimmt. Geigen kommen prinzipiell gerne zum Einsatz, vor allem wenn Country-Einlagen zu hören sind wie etwa auf «Power Of A Woman».
Bei anderen Stücken übernimmt Shawn Phillips die klassische Erzählerposition ein: «The Man» wird durch seinen progressiven Rock beherrscht, wie er vor allem Ende der 70er und Anfang der Achtziger kultiviert wurde, allerdings ohne, dass daraus gleich eine Oper gemacht wird.
Die Songs werden schlichtweg ausgeblendet, wenn sie ihre Aussagekraft verlieren. Die Langeweile, die droht, kommt einfach nicht. Ganz im Gegenteil, verwundert reibt sich der Hörer die Ohren, wenn er auf «Free Samples» den Künstler frei und ohne Zusammenhang mitsingen hört, ganz in der Jazz-Tradition des Scat.
Nach Angaben der Firma «Spv» wird diese CD ohne Kopierschutz verkauft.