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Modus und Regeln der BBL
25.07.2003
» Zur Listenansicht MODUS DER BASKETBALL-BUNDESLIGA

In der s.Oliver Basketball-Bundesliga konkurrieren 14 Mannschaften um die besten Platzierungen. In der Hauptrunde spielt jede Mannschaft zweimal gegen jede, einmal zu Hause und einmal auswärts. Nach diesen 26 Spieltagen ergibt sich eine Tabelle nach der Anzahl der Siege. Haben zwei Teams gleichviele Siege, entscheidet die Punktdifferenz.

Danach beginnen die Play-off und die Qualifikationsrunde. In der Play-off-Runde spielen die besten acht Teams im K.O.-Modus um den Titel. Die Begegnungen lauten:
Platz 1 – Platz 8
Platz 2 – Platz 7
Platz 3 – Platz 6
Platz 4 – Platz 5.
Es finden jeweils so viele Spiele statt, bis die erste Mannschaft dreimal gewonnen hat. Danach spielt der Gewinner des ersten Duells gegen den Gewinner des vierten Duells, und der Gewinner des zweiten Duells gegen den des dritten. Zuletzt findet das Finale um die Meisterschaft statt.

In der Qualifikationsrunde spielen die schlechtesten Sechs noch mal eine Hin- und Rückrunde. Die in der Hauptrunde gesammelten Siege bleiben dabei auf dem Konto. Wer nach der Qualifikationsrunde die beiden letzten Plätze belegt steigt ab und wird ersetzt durch die Tabellenersten der 2.Bundesligen Nord und Süd.



DAS SPIELFELD

Das Spielfeld ist in der Regel 28x15 Meter groß. Eine Mittellinie unterteilt es in zwei 14x15 Meter große Hälften. 5,80 Meter von Grundauslinie entfernt befinden sich die Freiwurflinien. Zwischen einer Freiwurflinie und der nächsten Grundlinie ist eine rechteckige Fläche abgegrenzt, die üblicherweise nur „Zone“ genannt wird. Um die Freiwurflinie ist ein Kreis mit dem Radius 1,80 Meter gezogen, in dem beim Freiwurf nur der Werfer stehen darf. Ebenfalls ein Kreis mit dem Radius 1,80 Meter um Mittelpunkt des Spielfelds markiert den „Mittelkreis“. Um jeden Korb ist ein Halbkreis mit dem Radius 6,25 Meter gezogen, der „Drei-Punkte-Linie“ genannt wird. Die Bedeutung der verschiedenen Markierungen wird im Regelwerk näher erläutert.



SPIELPRINZIP

Beim Basketball treten zwei Teams mit jeweils maximal zehn Spielern gegeneinander an mit dem Ziel, den Basketball so oft wie möglich im Korb des Gegners zu versenken. Dabei sind gleichzeitig jeweils fünf Spieler beider Teams auf dem Feld. Hinter den in 3,05 Metern Höhe hängenden Korb muss ein montiert sein, dass angeworfen werden darf, um den Ball in den Korb zu bekommen. Das Spiel dauert 10 Minuten netto pro Viertel, das heißt bei Spielunterbrechungen wird auch die Zeit gestoppt. Die Einhaltung der Regeln wird von zwei Schiedsrichtern kontrolliert.



ALLGEMEINE REGELN

Zwischen den zehnminütigen Vierteln findet jeweils eine zweiminütige Pause statt, die Halbzeitpause dauert zehn Minuten. Steht es nach dem letzten Viertel unentschieden, werden so viele fünfminütige Verlängerungen gespielt, bis ein Team nach einer Verlängerung führt.

Das Spiel beginnt durch einen Sprungball in der Spielfeldmitte, wo der Schiedsrichter den Ball gerade in die Luft wirft und zwei hochspringende Spieler versuchen, den Ball in ihren Besitz zu bringen. Ein Sprungball wird auch ausgeführt wenn der Ball ins ausgeht und der Schiri nicht weiß, wer ihn zuletzt berührt hat, oder bei einem „Halteball“, d.h. wenn zwei gegnerische Spieler den ball gleichzeitig festhalten. Ein Korb innerhalb der Drei-Punkte-Linie zählt zwei Punkte, außerhalb der Drei-Punkte-Linie zählt er drei Punkte. Freiwürfe zählen jeweils einfach. Beide Mannschaften dürfen eine Auszeit pro Viertel nehmen, um die Taktik neu zu besprechen oder Sonstiges. Im letzten Viertel stehen ihnen zwei Auszeiten zu. Spielerwechsel dürfen nur während Spielunterbrechungen vorgenommen werden.

Der Ball darf nur mit der Hand geworfen werden, die Benutzung anderer Körperteile sowie das Fausten sind untersagt. Ein versehentliches Spielen des Balls mit beispielsweise dem Fuß wird nicht geahndet.

Ein Spieler oder Ball befinden sich im Aus, wenn sie den Boden oder irgendetwas anderes außerhalb des Spielfelds berühren. In diesen Fällen hat der Gegner Einwurf von der Stelle des Geschehens.

Einwürfe werden prinzipiell von der nächsten Stelle außerhalb des Spielfeldrandes ausgeführt. Nach einem Korb wechselt der Ballbesitz und der Einwurf wird unter dem eigenen Korb ausgeführt.

Ein Spieler muss den Ball beim Laufen einhändig dribbeln. Das Laufen vor dem ersten Dribbling ist verboten, so wie das Greifen des Balls mit beiden Händen. In diesem Fall darf der Spieler nur noch Werfen. Dribbelt er stattdessen erneut, ist das ein „Doppelfehler“.
Am Viertelende zählt ein Korb noch, wenn der Ball vor dem Schlusssignal geworfen wurde. Ohne zu dribbeln darf ein Spieler nur zwei Schritte machen, außer beim „Sternschritt“. „Sternschritt“ bedeutet, dass ein Fuß fest auf dem Boden bleibt während der andere seinen Stand wechselt. Wird eine dieser Regeln verletzt, bekommt der Gegner Einwurf.

Bei Fouls kommt es zu Freiwürfen für den gefoulten Spieler, d.h. er darf von der Freiwurflinie ungestört werfen. Was als „Foul“ gilt wird unten näher erläutert.



ZEITREGELN:

Drei-Sekunden-Regel:
Spieler des angreifenden Teams dürfen sich höchstens drei Sekunden in der „Zone“ des Gegners befinden. In dem Moment wo ein Korbwurf erfolgte, tritt die Regel außer Kraft.

Fünf-Sekunden-Regel:
Ein Spieler hat fünf Sekunden Zeit, einen zugesprochenen Einwurf auszuführen, sonst wechselt der Ballbesitz.

Acht-Sekunden-Regel:
Kommt eine Mannschaft in Ballbesitz, muss der Ball innerhalb von Acht Sekunden in die Hälfte des Gegners befördert werden, sonst bekommt der Gegner einen Einwurf.

24- Sekunden-Regel:
Kommt eine Mannschaft in Ballbesitz muss der Angriff nach maximal 24 Sekunden abgeschlossen sein, sonst verliert sie den Ball. Als abgeschlossener Angriff zählt ein Korb, die Berührung des Balles mit dem Korbring, ein Ballverlust und ein Ausball.



VERBOTE, FOULS

Rückspiel: Angreifende Spieler dürfen weder selbst zurück in die eigene Hälfte laufen, noch den Ball zurück über Mittellinie befördern, solange sie in Ballbesitz sind. Sonst wird der Ball dem Gegner zugesprochen.

Soweit wurden alle Regelverstöße erklärt, die nur den Ballbesitzwechsel zur Folge haben. Fouls dagegen sind Regelverletzungen mit Körperkontakt zum Gegner oder sonstiges unsportliches Verhalten. Diese werden nun erklärt:

Es werden grundsätzlich zwei Foulkategorien unterschieden: Technisches Fouls beinhalten das Beschimpfen oder respektlose Behandeln anderer Beteiligter sowie das Missachten von Schiedsrichterentscheidungen. Diese Vergehen haben zur Folge, dass der Gegner einen Freiwurf erhält und danach Einwurf an der Mittellinie hat. Außerdem wird dem Foulspielenden ein Foul angerechnet. Auch Auswechselspieler und Coachs können technische Fouls begehen.

Persönliche Fouls dagegen sind verbotene Körperkontakte mit dem Gegner. Dazu zählen:
Festhalten, Stoßen, Rempeln, Beinstellen des Gegners sowie das sperren des Gegners, indem man bewusst in seinen Laufweg rennt. Außerdem untersagt sind sämtliche Behinderungen der Fortbewegung durch Arme, Schultern oder Beine, sowie das unnatürliche Beugen des Körpers zur Behinderung der gegnerischen Bewegungsfreiheit. Das Berühren des Arms oder der Hand des ballbesitzenden Gegners ist ebenfalls verboten. Läuft ein angreifender Spieler auf einen stehenden Verteidiger auf ist das ein Angreiferfoul, ebenso wie das nicht senkrechte Aufspringen auf Verteidiger, zum Beispiel bei Korblegern und Rebounds (Rebounds sind die Versuche, den vom Ring abspringenden Ball nach einem misslungenen Korbwurf wieder in den Besitz zu bringen). Zufällige Körperkontakte bleiben ungeahndet.



STRAFEN

Persönliche und technische Fouls werden dem Täter angerechnet. Beim fünften Foul eines Spielers wird dieser für den Rest des Spiels vom Feld verwiesen, er darf jedoch von einem Mitspieler ersetzt werden. Wird ein Spieler während eines Wurfs gefoult, erhält er einen bis drei Freiwürfe. Als „Wurf“ wird der Zeitraum zwischen Beginn der Wurfarmbewegung und dem Aufkommen beider Füße auf dem Boden während der Ball fliegt bezeichnet. Einen Freiwurf gibt es, wenn der Ball trotz des Fouls im Korb landet, in diesem Fall zählt der Korb zusätzlich normal. Ansonsten gibt es zwei Freiwürfe bei einem Foul innerhalb und drei Freiwürfe bei einem Foul außerhalb der Drei-Punkte-Linie.

Haben die Spieler eines Teams zusammen vier technische oder persönliche Fouls in einem Viertel auf dem Konto, wird für den Rest des Viertels jedes technische oder persönliche dieses Teams mit Freiwürfen für den Gegner bestraft.

Sonderregeln sind die Goal-tending-Regel und die „Stören des Balles“-Regel. „Goal tending“ bedeutet, dass ein Verteidiger den Ball berührt, nachdem er den Höhepunkt seiner Flugbahn erreicht hat und solange es noch möglich ist, dass er im Korb landet. „Stören des Balles“ bedeutet, dass ein Verteidiger den Korb oder das Brett berührt während der Ball auf ihn diese zufliegt. Beide Vergehen haben zur Folge, dass dem angreifenden Team die Punkte für den jeweiligen Wurf auf jeden Fall gutgeschrieben bekommen, egal, ob der Ball tatsächlich im Korb landet.

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