EU will Slowakei-Beitritt zum Eurogebiet billigen
08.07.2008
Die Slowakei tritt dem Eurogebiet bei.
Brüssel (dpa) Die EU-Finanzminister kommen heute in Brüssel zusammen, um den Beitritt der Slowakei zum Eurogebiet endgültig zu billigen. Die obersten Kassenhüter werden auch den Umtauschkurs der slowakischen Krone zum Euro festlegen.
Die Ressortchefs des Eurogebiets billigten bereits am Montagabend die für den kommenden Jahreswechsel geplante Euro-Einführung in dem früheren Ostblockland. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten bereits Mitte Juni grünes Licht gegeben. Die Slowakei wird das 16. Land im Euro- Club sein.
Beim ersten Treffen unter der französischen EU-Ratspräsidentschaft wollen die 27 Ressortchefs erneut über den Höhenflug der Ölpreise debattieren. Es soll ein Fahrplan vereinbart werden, der unter anderem dazu führen soll, die Mechanismen der internationalen Ölmärkte besser als bisher zu verstehen. Dabei geht es unter anderem um die Rolle von Spekulanten, die die Preise nach oben treiben.
Ein weiteres Thema sind die internationalen Ratingagenturen, denen eine EU-Regulierung ins Haus steht. Konkrete Schritte stehen aber nicht auf der Tagesordnung des Treffens. Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Schuldnern wie Staaten und Unternehmen; die Agenturen gerieten wegen der Finanzmarktkrise in die Kritik, da sie Anleger nicht rechtzeitig über Risiken informierten.
Hohe Ölpreise und die Rekordinflation drücken auf das Wirtschaftswachstum der Euro-Länder. «Die Anzeichen einer Abschwächung vervielfachen sich», sagte der Vorsitzende der Euro- Finanzminister, der luxemburgische Premier und Ressortchef Jean- Claude Juncker, am späten Montagabend. EU-Währungskommissar Joaquín Almunia will erst im September dazu Stellung nehmen, ob seine bisherige Vorhersage eines Wachstums von 1,7 Prozent im Eurogebiet 2008 noch zu halten ist.