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Zwölf Fragen en Bloc(k)
mit Mei Hong Lin
Gerald Block, 30.04.2012
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Sie trägt als Direktorin des Tanztheaters am Staatstheater Darmstadt zu Darmstadts kultureller Vielfalt bei: Mei Hong Lin. Foto: Barbara Aumüller, Frankfurt/M. Sie trägt als Direktorin des Tanztheaters am Staatstheater Darmstadt zu Darmstadts kultureller Vielfalt bei: Mei Hong Lin. Foto: Barbara Aumüller, Frankfurt/M.
Wie Darmstädter Persönlichkeiten ihre Stadt wahrnehmen, empfinden, begreifen und bewerten.

Diesen Monat stellt sich die Direktorin und Chefchoreografin des Tanztheaters am Staatstheater Darmstadt Mei Hong Lin den Fragen von Gerald Block.

Gerald Block: Frau Lin, wo haben Sie in der Heiner-Metropole das letzte Mal richtig lecker gegessen?
Mei Hong Lin: Unlängst im City Braustübl in der Wilhelminenstraße.

GB: Welche Darmstädter Restaurants / Bistros / Kneipen / Bars / Keller usw. sind für Sie unentbehrlich?
MHL: Darmstadt bietet eine große Auswahl gastronomischer Highlights, so dass gerade die Abwechslung für mich unentbehrlich ist.

GB: Welche Heiner-Stadt „Hingucker“ (außer den üblichen Motiven) dürfen nach Euer Einschätzung auf keiner Ansichtskarte fehlen?
MHL: Natürlich meine Wirkungsstätte, d.h. das Staatstheater im alten und neuen Gewand.

GB: Was würden Sie Ihren Besuchern unbedingt von Woog-Town zeigen wollen?
MHL: Die Mathildenhöhe mit ihrer Russischen Kapelle.

GB: Was bietet Ihnen Heiner-Village in Sachen „Leben und Leben lassen“ (auch Nachtleben), „Sport und Kultur“?
MHL: Im kulturellen Leben weist Darmstadt ein bewundernswertes Angebot auf, das sehr für die Liebe der Darmstädter zur Kultur in all ihren Facetten spricht.

GB: Sehen Sie sich im Staatstheater auch Produktionen Ihrer Kolleginnen bzw. Kollegen an?
MHL: Meine Arbeitsstätte ist für mich wie ein zweites Zuhause, in dem ich mir auch immer gern die Arbeiten meiner Kolleginnen beziehungsweise Kollegen anschaue.

GB: Welche Darmstadt-Lektüre würden Sie Freunden unbedingt empfehlen?
MHL: Die Werke eines waschechten Sohnes der Stadt: Georg Büchner, zum Beispiel Leonce und Lena.

GB: Was gefällt Ihnen überhaupt nicht an Woog-City?
MHL: Dass nach dem Bezahlen der Miete vor allem für Studierende und Geringverdiener nicht mehr viel zum Leben und zur Nutzung des vielfältigen Kultur- und Freizeitangebotes übrigbleibt.

GB: Was sollte sich nach Ihrer Einschätzung unbedingt in der Datterich-Stadt ändern?
MHL: Es sollte mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.

GB: Was mögen Sie an Heiner-Town und Umgebung ganz besonders?
MHL: Seine zentrale Lage mit der guten Verkehrsanbindung in unmittelbarer Nähe zur Natur: das Jagdschloss Kranichstein, der Odenwald und die Bergstraße und vor allem die Naturschutzgebiete wie den Kühkopf.

GB: Welche Personen (auch aus der Vergangenheit) gehören für Sie zu den „Top Ten der Stadt“?
MHL: Großherzog Ludwig I., der zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Theater für alle zugänglich machte. Joseph Maria Olbrich, der mit dem Bau der Mathildenhöhe die Jugendstil-Architektur maßgeblich prägte. Prinzessin Alice von Großbritannien und Irland, Namenspatronin des Alice-Hospitals, für ihren Einsatz für Hilfsbedürftige. Georg Büchner und seine Geschwister (unser Schauspiel widmet seinen beiden Schwestern Luise und Mathilde eine eigene Uraufführung im Mai in den Kammerspielen). Und nicht zu vergessen: meine tolle Tanztheatercompagnie!

GB: Wie bewerten Sie den Lebensstandard der „Wissenschafts- und Kongress-Stadt“ Darmstadt und des Umlandes?
MHL: Sehr gut! Nach Reisen kehre ich immer gern nach Darmstadt mit seinem begeisterten Theaterpublikum zurück!

Mehr Informationen zu Mei Hong Lin unter:
» www.staatstheater-darmstadt.de


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