Zwölf Fragen en Bloc(k)
Gerald Block,
02.02.2012
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Michael Schneider
Foto: Sibylle Maxheimer (c)
Wie Darmstädter Promis bzw. Persönlichkeiten ihre Stadt wahrnehmen, empfinden, begreifen und bewerten.
Diesen Monat stellt sich der Leiter des Darmstädter „Institut für Neue Technische Form“ (INTEF) Michael Schneider den Fragen von Gerald Block.
Gerald Block:
Herr Schneider, wo und wann haben Sie in der Heiner-Metropole das letzte Mal richtig lecker gegessen?
Michael Schneider: Glasnudelsalat mit Garnelen bei Wok-Garten - und später die beste Mercimek Corbasi (Linsensuppe) bei Euro Kebab nach einem Rezept von Zeynjo Öksüz.
GB:
Welche Darmstädter Restaurants / Bistros / Kneipen / Bars / Keller usw. sind für Sie unentbehrlich?
MS: Wein Gies, Wilhelminenhof und Gabriele. Pino's, Bellevue, Carlos Minicafé, Harouns, Grohe, Stein's Bayrischer Hof und der Schlosskeller.
GB:
Welche Heiner-Stadt „Hingucker“ (außer den üblichen Motiven) dürfen I. E. auf keiner Ansichtskarte fehlen?
MS: Ornamente, Muster, Mosaiken auf Plätzen, Trottoirs, Fassaden und Hinter-Fassaden. Ot Hoffmanns grünes Haus in der Innenstadt.
GB:
Was würden Sie Ihren Besuchern unbedingt von Woog-Town zeigen wollen?
MS: Bei einem Spaziergang die Mathildenhöhe mit den Brauereikellern, Rosenhöhe, Botanischer Garten, Lichtwiese und das Lineare Haus, Herrngarten mit dem Prinz-Georgs-Garten und das Stadthaus von Anke und Andreas in der Ploenniesstraße.
GB:
Was bietet Ihnen Heiner-Village in Sachen „Leben und Leben lassen“ (auch Nachtleben), „Sport und Kultur“?
MS: Schade, dass das Bauhaus-Archiv weggegangen ist, die Telekom ihr "Cyber Lab" geschlossen hat und es den Underground und die Nachtschicht nicht mehr gibt. Traurig, wie der Darmstädter Straßenstrich im Industriegebiet atmosphärisch farblos untergebracht ist. Erstaunlich, wie viel interessante Menschen hier leben, - das meiste spielt sich privat ab. Und vor allem sind das Jazzinstitut, die Musikakademie und das Internationale Musikinstitut tolle Einrichtungen.
GB:
Besuchen Sie das Staatstheater? Und was haben Sie dort zuletzt gesehen bzw. gehört?
MS: Zuletzt habe ich das Theater nur von außen gesehen und war begeistert von den Inszenierungen von Architektur-Studenten und Künstlern zum Architektursommer. Es war sehr traurig, dass alles so schnell wieder abgebaut wurde.
GB:
Welche Darmstadt-Lektüre würden Sie Freunden unbedingt empfehlen?
MS: Da gibt es einige ältere Künstler-Bücher.
GB:
Was gefällt Ihnen überhaupt nicht an Woog-City?
MS: Der Cityring und was damit zusammenhängt (z.B. Fußgängerunterführung Hügelstraße usw.)
GB:
Was sollte sich I. E. unbedingt in der Datterich-Stadt ändern?
MS: Mehr Achtung vor den vielfältigen Eigeninitiativen. Verbesserung der Kommunikation zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.
GB:
Was mögen Sie an Heiner-Town und Umgebung ganz besonders?
MS: Das schöne Drumherum: die Nähe zum Rhein, die Nähe zum Main, zu Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, die Odenwälder Obstwiesen und die kleineren Weinanbaugebiete.
GB:
Welche Personen (auch aus der Vergangenheit) gehören für Sie zu den „Top Ten der Stadt“?
MS: I.K.H. u. S.K. Hoheiten, Volker W., Marion K., Vera R., Annegret S., Hermann und Gudrun Z., Horst H. u. Horst T., Roma E., Heinz Winfried S. und Gijyury K.
GB:
Wie bewerten Sie den Lebensstandard der „Wissenschafts- und Kongress-Stadt“ Darmstadt und des Umlandes?
MS: Weiß ich nicht. Nach dem Niveau der Geschäfte der Innenstadt, nach der Carree-Markthalle, nach den Einkaufsmärkten um die City herum zu urteilen, - ärmlich.