Beselich
01.02.2012
» Zur Listenansicht
Die westhessische Gemeinde Beselich im Landkreis Limburg-Weilburg ist Heimat der Marien-Wallfahrtskapelle "Maria Hilf". Sie zählt zu den den bedeutesten und bekanntesten Wallfahrtsorten der Region. Auf der Strecke zwischen Obertiefenbach und Beselich findet man sieben kleine Kappelchen zum Gedächtnis der Sieben Schmerzen Mariens. Dieser Pfad wird deshalb auch gerne in die Wallfahrt mit einbezogen.
Die Geschichte der Kapelle
Die Kapelle verdankt ihren Ursprung dem Franziskaner-Eremiten Georg Niederstraßen, der im Jahr 1763 ein Einsiedlerhäuschen an der Stätte des ehemaligen Klosters Beselich errichtete. Bereits im Folgejahr erfolgte die Grundsteinlegeung der Kapelle, das Baugelände wurde kostenfrei zur Verfügung gestellt und durch Schnenkung des Baumaterials der Gemeinde Obertiefenbach und einigen Geldspenden konnte der Bau der Kapelle verwirklicht werden.
Am 8. September 1767 bekam die Kapelle, auf Wunsch Niederstraßens, den Namen "Maria Hilf" und zu Ehren der heiligen vierzehn Nothelfer eingeweiht. Zwanzig Jahre nach der feierlichen Einweihung starb Georg Niederstraßen, dessen Grabstein sich an der Außenseite der Kapelle befindet.
Eine Kapelle als Zuflucht
In der Folgezeit beschränkte sich die Kapelle nicht nur auf seine Wallfahrten sondern wurde zu einer Zufluchtsstätte einiger aus politischen Gründen vertriebener Ordensgeistlicher. Die Prozessionen zur Wallfahrtskapelle erfolgen zunächst nur von Obertiefenbach aus, wurden später aber auch von vielen verschiedenen katholischen Pfarreien aus der Umgebung durchgeführ und sogar bis heute beibehalten. 1984 gründete sich der „Freundeskreis zur Erhaltung der Kapelle Beselich“ mit dem Ziel die Kapelle und ihren Betweg mit seinen sieben Kapellchen instand zu halten.
Noch heute ist die Kapelle das Ziel vieler Pilger und Beter. Zwischen den Monaten Mai und Oktober finden freitags um 18:00 Uhr eine Eucharistiefeier und sonntags um 17:00 Uhr eine Marienandacht mit Predigt und sakramentalem Segen statt. Auf Grund ihrer idyllischen Lage und zauberhaften Ausstrahlung wird die Kapelle häufig als Ort von Eheschließungen ausgewählt.