So lebt die Wildkatze
17.01.2012
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Wer Wildkatzen mit der gemeinen Hauskatze verwechselt, kann Überraschungen erleben. Foto: dpa
Frankfurt. Wildkatzen sind Einzelgänger. Sie treffen sich nur Anfang des Jahres zur Paarung, dann gehen sie sofort wieder ihre eigenen Wege. Das Weibchen kümmert sich allein um die zwei bis vier Jungen, die nach 70 Tagen auf die Welt kommen. Wie der Nachwuchs von Hauskatzen sind Wildkatzenbabys anfangs blind und hilflos.
Etwa sechs Wochen lang werden sie gesäugt, insgesamt bleiben sie ein halbes Jahr bei der Mutter. In dieser Zeit lernen sie, was eine Katze wissen muss, etwa über Mäusejagd. Nur etwa jede zweite Katze erlebt das Erwachsenenalter, die anderen werden zum Beispiel vom Fuchs gefressen.
Wildkatzen selbst ernähren sich hauptsächlich von Mäusen. Ab und zu fangen sie einen Vogel. Am fittesten sind sie in der Dämmerung und bei Nacht. Sie können auch im Dunklen gut sehen. Zum Schlafen legen sie sich unter alte Wurzeln oder in Höhlen. Wenn es im Winter sehr kalt oder nass ist, können sie - für ein Jagdtier ungewöhnlich - bis zu drei Tage lang in ihrem Unterschlupf bleiben.
Mit Hauskatzen ist die europäische Wildkatze nicht direkt verwandt. Erstere stammen vermutlich von der afrikanischen Wildkatze ab, die von Natur aus zahmer ist.