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Ironman-Jubiläum in Frankfurt offen wie nie
dpa, 22.07.2011
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Frankfurt. Der Ironman Germany in Frankfurt feiert an diesem Sonntag Jubiläum, doch ausgerechnet bei der zehnten Auflage des Ausdauerklassikers fehlen die ganz großen Stars. Der zweifache Europameister Timo Bracht hat sich mit Blick auf den Höhepunkt auf Hawaii für eine andere Saisonplanung und einen Start in Lanzarote entschieden.

Titelverteidiger Andreas Raelert hatte die Challenge in Roth dem Rennen in Frankfurt vorgezogen und dort unlängst die Weltbestzeit aufgestellt. Hawaii-Champion Chris McCormack hat sich auf die olympische Distanz verabschiedet. Als letzter Topfavorit musste am Mittwoch der zweifache 70.3-Weltmeister Michael Raelert wegen einer Beckenverletzung passen. Das Rennen in der Mainmetropole ist daher so offen wie nie.

"Natürlich ist es schade, dass Athleten wie Timo oder jetzt auch Michael fehlen. Wir haben aber immer noch ein hochkarätiges Feld beisammen", sagte Renndirektor Kai Walter.

Insgesamt 70 Profis, so viele wie nie zuvor, nehmen bei den Männern und Frauen am Sonntag die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in Angriff. "Es wird so spannend wie noch nie", verspricht Walter.

Kritik, dem Ironman in Frankfurt sei der Rang längst durch das Challenge-Rennen in Roth abgelaufen worden, wiegelt Walter ab. "Natürlich hat Andreas Raelert dort eine fantastische Zeit aufgestellt. Ansonsten waren aber kaum Spitzenleute vertreten. Das ist bei uns anders", sagte der Rennchef. Doch der ganz große Glanz früherer Jahre, als sich Bracht, McCormack und der zweifache Hawaii-Champion Normann Stadler in Frankfurt packende Duelle lieferten, fehlt in diesem Jahr.

Nach der überraschenden Absage von Michael Raelert, dessen erster Start auf der Ironman-Distanz mit großer Spannung erwartet worden war, wittern die Altmeister im Feld nun ihre Chance. Zum Beispiel Faris Al-Sultan, der in Frankfurt bislang noch kein Glück hatte.

"Meine bisherigen drei Starts waren katastrophal. Am Sonntag heißt es: jetzt oder nie", sagte der Hawaii-Sieger von 2005. Aber auch der Reutlinger Michael Göhner und vor allem der Neuseeländer Cameron Brown, Frankfurt-Sieger von 2006, sind nun heiße Kandidaten auf den mit 100.000 Dollar dotierten Europameisterschaftstitel.

Große Spannung verspricht auch das Rennen bei den Frauen. Zwar fehlt auch hier in Sandra Wallenhorst die Siegerin des Vorjahres. In der Hawaii-Zweiten Caroline Steffen aus der Schweiz, der Niederländerin Yvonne van Vlerken und der Regensburgerin Sonja Tajsich sind aber einige Spitzenathletinnen dabei. "Ich bin hier, um zu gewinnen", sagte Topfavoriten Steffen.

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