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WM der Segelflieger auf der Wasserkuppe
Von Jörn Perske, 20.07.2011
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Segelflieger vor einem SonnenuntergangSegelflieger vor einem Sonnenuntergang
Gersfeld. Dort, wo vor 100 Jahren Wagemutige erstmals das Segelfliegen ausprobierten, kommen bald Profis zusammen: Die 20 besten Segelflieger der Welt messen sich beim Grand-Prix-Finale ihrer Zunft vom 23. bis 30. Juli an der Wasserkuppe miteinander.

Die Aufwindjäger, die sich bei Ausscheidungswettbewerben qualifizierten, starten an Hessens höchstem Berg (950 Meter) mit Flugzeugen der 15-Meter-Klasse. "Das sind die schnellsten Exemplare - die Porsches unter den Segelfliegern.

Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometer", sagt Mitorganisator Manfred Neidert von der veranstaltenden Gesellschaft zur Förderung des Segelflugs auf der Wasserkuppe (GFS). Das Finale hat den Stellenwert einer Weltmeisterschaft.

Es sei das erste Mal, dass ein Grand-Prix-Finale in Deutschland ausgetragen wird. Für die Gastgeber ist es auch ein historisches Ereignis: In diesem Jahr wird das Jubiläum "100 Jahre Segelflug auf der Wasserkuppe" gefeiert.

Der Berg gilt als eine der Geburtsstätten des Segelfliegens in Deutschland. Mitte Juli 1911 unternahmen dort Darmstädter Gymnasiasten die ersten Flugversuche - mit selbst gebauten Flugapparaten aus Bambus und Tüchern. Mittlerweile hat Hightech im Segelfliegen Einzug gehalten.

Der älteste Segelflugzeughersteller hat seinen Sitz unweit der Wasserkuppe in Poppenhausen, seit 1927 fertigt die Firma Alexander Schleicher die Himmelsgleiter. Neue Maschinen haben den Preis einer Luxus-Karosse und kosten zwischen 80.000 und 300.000 Euro.

Die Veranstalter haben ein Programm aus Sport und Unterhaltung für die Segelflugwoche auf der Wasserkuppe im Drei-Länder-Eck Hessen-Thüringen-Bayern aufgestellt. Segelflieger zeigen bei Show- und Demoflügen ihr Können. Kommentiert werden die Aktionen vom ehemaligen Moderator des aktuellen Sportstudios (ZDF), Karl Senne.

Vom 23. bis 29. Juli (ab 12.00 Uhr) stehen Wertungsflüge an, das Finale ist für den 30. Juli geplant. Die Teilnehmer gehen mit einem Regattastart zeitgleich ins Rennen. Wer nach dem Umrunden der Wendepunkte als erstes über die Ziellinie fliegt, hat gewonnen. Deutschland stellt mit vier Piloten die meisten Starter im 20-köpfigen Feld, sie kommen überwiegend aus Baden-Württemberg.


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