Schlechtes Wetter verhagelt Zoo-Besucherbilanz
02.01.2011
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Frankfurt. Das Wetter hat im vergangenen Jahr vielen hessischen Zoos die Bilanz verhagelt. Der lange Winter und viel Regen im Sommer hielten viele Besucher von Ausflügen zu den Tieren ab. In den Frankfurter Zoo kamen nach Angaben von Direktor Manfred Niekisch über 820.000 Menschen, 75.000 weniger als 2009.
Auch der Opel-Zoo in Kronberg im Taunus und der Wildpark Alte Fasanerie in Hanau melden erhebliche Rückgänge. «Es ist ein reines Wettergeschäft - bei Regen kommen die Leute einfach nicht», sagt Sigrun Brell vom Forstamt Hanau-Wolfgang, das den Wildpark betreibt.
Der Kronberger Opel-Zoo, den im Schnitt pro Jahr rund 650 000 Menschen besuchen, hatte bis weit ins Frühjahr mit winterlichen Problemen zu kämpfen, Schnee und Eis ließen die Besucherzahl im Februar und März um 70 Prozent einbrechen. «Das haben wir nicht aufholen können, auch wenn das Gelände bei schönem Wetter proppenvoll war», sagt Zoodirektor Thomas Kauffels.
Wetterpech gab es auch später im Jahr: Die halben Osterferien und einige Maitage waren verregnet, schließlich kam der frühe Winterbeginn. Erneut mussten Parkplatz und Wege ständig geräumt werden, Besucher blieben weg. «Meine Leute können Schnee nicht mehr sehen», sagt Kauffels.
In die alte Fasanerie in Hanau Klein-Auheim kommen jährlich rund 200 000 Menschen. Regentage und Kälte haben auch dort Spuren in der Besucherbilanz hinterlassen. Über Weihnachten habe der Tierpark sogar schließen müssen - wegen glatter Wege und zugeschneiter Parkplätze, sagt Brell.
Frankfurt sei dank des Tigerbabys Daseep noch vergleichsweise gut durchs Jahr gekommen, meint Zoodirektor Niekisch. Völlig überraschend war Daseep im September geboren worden und entwickelte sich zum Publikumsmagneten. «Der Daseep-Effekt war enorm groß», sagt Niekisch.
«Unsere Besucher standen sogar im Regen eine Stunde an, um das Tierchen zu sehen. Wir schätzen, dass wir in den knapp zwei Wochen, in denen Daseep zu sehen war, etwa 10 000 zusätzliche Besucher im Zoo hatten.» Ende Oktober zog das Tigerbaby nach Wuppertal um, wo es zusammen mit einem anderen Tigerjungen aufwachsen soll.