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Geldstrafe nach Kletteraktion im Flughafen-Wald
16.04.2010
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Kelsterbacher Wald
Frankfurt. Eine Ausbaugegnerin ist wegen einer Kletteraktion im Wald am Frankfurter Flughafen zu 120 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Frankfurt ging von dreifachem Hausfriedensbruch der 28-Jährigen aus, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte.

Der Urteilsverkündung am späten Donnerstagabend waren tumultartige Szenen im Gerichtssaal vorausgegangen. Der Gerichtsvorsitzende ließ sechs Sympathisanten der Angeklagten aus dem Saal bringen, weil sie Luftballons hatten steigen lassen.

Die Frau, die sich «Eichhörnchen» nennt, war im Februar 2009 im Kelsterbacher Wald aus Protest gegen die Flughafen-Erweiterung auf einen Baum geklettert und konnte erst nach einigen Stunden mühsam von der Polizei auf den Boden geholt werden.

Vor Gericht hatte sie die Flughafenbetreiberin Fraport für die Tat verantwortlich gemacht. Aufgrund der verschiedensten Anträge zog sich der Prozess über drei Verhandlungstage. Die 28-Jährige, die Robin Wood unterstürzt, nannte das Urteil einer Mitteilung der Umweltschutzorganisation zufolge «politisch» und kritisierte Strafmaß und Prozessaufwand als unverhältnismäßig.

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