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Vulkanasche lässt Flüge in Frankfurt ausfallen
15.04.2010
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Flüge gestrichen
Frankfurt . Der Ausbruch eines Vulkans in Island hat am Frankfurter Flughafen die Flugpläne durcheinandergewirbelt. Bis zum Donnerstagnachmittag wurden 83 Starts und 76 Landungen abgesagt, wie Flughafensprecher Wolfgang Schwalm mitteilte. Zuvor waren unter anderem Flughäfen in Großbritannien und Skandinavien geschlossen worden.

Ein Dutzend Flugzeuge landete in Frankfurt, weil andere Flughäfen gesperrt worden waren. Zuvor war sogar von mehreren Dutzend Maschinen die Rede gewesen. Die gestrandeten Passagiere wurden von den Airlines in Hotels untergebracht.

Zusätzlich wollte der Flughafenbetreiber Fraport Feldbetten für Fluggäste aufstellen, die die Nacht am Flughafen verbringen wollten. Die Auswirkungen der Flugstreichungen seien aber bei weitem nicht so groß wie sonst etwa bei einem Wintereinbruch.

Die Lufthansa sprach von mehreren Dutzend ausgefallenen Flügen nach Nordeuropa. Allein nach London fliegt die Gesellschaft rund 30 Mal pro Tag. Auf der Strecke nach Nordamerika habe es Verspätungen von 30 bis 40 Minuten gegeben, weil die Piloten die Aschewolke südlich umfliegen mussten.

Die Folgen und wirtschaftlichen Schäden des Vulkanausbruchs blieben damit deutlich geringer, als am Vormittag befürchtet worden war. Die europäische Flugsicherungsbehörde Eurocontrol hatte zunächst erklärt, sie habe Teile des deutschen Flugraums wegen der Vulkanasche gesperrt.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und die Deutsche Flugsicherung (DFS) stellten allerdings klar, dass es keine Sperrung gebe. Mehrere andere Länder in Nordeuropa hatten ihre Lufträume dagegen gesperrt.

Ausfälle im Flugverkehr können für die betroffenen Airlines schnell zu hohen wirtschaftlichen Schäden führen. So hatte die Lufthansa den Schaden durch den eintägigen Pilotenstreik im Februar auf rund 50 Millionen Euro beziffert. Damals waren allerdings auch rund 2000 Flüge ausgefallen.

Die Deutsche Deutsche Flugsicherung erklärte am Nachmittag, sie rechne auch an diesem Freitag nicht mit einer Sperrung des deutschen Luftraums. Die Aschewolke werde zwar in der Nacht über Deutschland erwartet. Gegebenenfalls würden Flugzeuge dann aber lokal umgeleitet, sagte DFS-Sprecherin Ute Otterbein in Langen bei Frankfurt. Ähnliches ist bei einem Gewitter üblich.

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