Gewohnte Engpässe beim Bayern-Besuch
Von Peppi Schmitt
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Eine neue Chance gegen die Bayern? Eintracht-Talent Juvhel Tsoumou stand schon einmal kurz vor seinem ersten Bundesligatreffer. Damals stoppten ihn Martin Demichelis und Lucio.
Foto: dpa Frankfurt. Wie so oft vor Partien gegen den Rekordmeister gehen der Eintracht die Spieler aus. Das ist auch eine Chance für die zweite Reihe. Wenn die Frankfurter Eintracht am Samstag gegen den FC Bayern München antritt, ist nicht mehr viel übrig geblieben von der vermeintlichen Wunschformation des Trainers Michael Skibbe.
Viele Spieler werden fehlen, nicht nur die nach dem Auswärtsspiel in Hannover gesperrten Maik Franz, Selim Teber und Patrick Ochs. Auch andere, die spielen würden, wenn sie denn spielen könnten, sind nicht dabei. Ioannis Amanatidis, der beste Stürmer zum Beispiel, auch Zlatan Bajramovic oder Aleksandar Vasoski, die allesamt schon seit Monaten fehlen und noch Monate wegen Verletzungen ausfallen werden. Nikos Liberopoulos kann frühestens nächste Woche wieder dabei sein, gegen Bayern ist er noch kein Thema.
Dass es für die Eintracht personell eng wird, liegt auch an einigen Veränderungen im Kader, die in der Winterpause vorgenommen wurden. Mehdi Mahdavikia ist in seine Heimat Iran zurückgekehrt, Markus Steinhöfer wurde an den 1.FC Kaiserslautern ausgeliehen und Christoph Preuß musste nach hoffnungsvollem Comeback seine Karriere beenden. Gerade bei Preuß kommt vor dem Spiel gegen die Bayern Wehmut auf, erinnert sich doch noch fast jeder Fußballfreund an dessen 1:0- Siegtor gegen die Bayern am 17.März 2007 in der Saison 2006/2007, das zum „Tor des Monats“ gewählt worden war. Es war übrigens der letzte Sieg der Eintracht gegen die Bayern.
Gerade vor Spielen gegen den Rekordmeister scheint es die Eintracht besonders oft besonders hart zu erwischen. Erinnert sei hier an das Bundesligaheimspiel der vergangenen Saison, am 29. Oktober 2008. 1:2 haben die Frankfurter damals verloren und der ehemalige Trainer Friedhelm Funkel hatte vor dem Spiel vor ähnlichen Problemen gestanden wie nun sein Nachfolger Michael Skibbe.
Funkel musste auf viele Stammspieler verzichten, auch damals gehörte dazu unter anderen Ioannis Amanatidis. In der Anfangsformation vertraute Funkel damals mit Faton Toski einem der ganz großen Talente und wurde nicht enttäuscht. Eingewechselt wurden Kreso Ljubicic, der inzwischen zu Hajduk Split gewechselt ist, Mehdi Mahdavikia und der blutjunge Juvhel Tsoumou.
Mit Oka Nikolov, Marco Russ und Christoph Spycher, wenn er denn spielen kann, sind gerade mal drei Mann übrig geblieben, die auch diesmal noch erste Wahl sein werden. Der jetzt 20 Jahre alte Tsoumou gehört wie vor eineinhalb Jahren auch zu den Kandidaten, die mangels anderer Alternativen auch diesmal zumindest auf einen Kurzeinsatz hoffen dürfen.
Gegenüber den noch jüngeren Stürmern Cenk Tosun (18) und Marcos Alvarez (18) hat er den Vorteil, dass er sich während der gesamten Trainingswoche in Frankfurt empfehlen konnte. Tosun und Alvarez aber waren mit der U-19- Nationalmannschaft unterwegs. Faton Toski (23), vor eineinhalb Jahren noch in der Anfangself, wäre diesmal froh, nach vielen Wochen überhaupt wieder einmal dem Aufgebot angehören zu können. Die Chancen stehen gut.
Genauso wie für Nikola Petkovic (23) und Marcel Heller (24), die über Monate überhaupt keine Rolle gespielt haben, nun aber sogar für die erste Elf in Frage kommen. In dieser Saison haben beide nur für wenige Minuten in der Bundesliga gespielt, Heller gegen Mönchengladbach und Stuttgart insgesamt sieben, Petkovic in Freiburg zwei.
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