Närrisches Wetteifern am Bruchweg
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Er möchte auch in Mainz treffen: Kölns Nationalstürmer Lukas Podolski (links). Foto: dpa Mainz. Das Startsignal für eine neue Heimserie will Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 am Samstag gegen den 1. FC Köln geben. «Die Kölner sind sicher ein unangenehmer Gegner. Es kann zäh werden und wir werden Geduld haben müssen. Aber wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und eine neue Serie beginnen,» sagte Trainer Thomas Tuchel am Donnerstag.
Gefühlt, meinte der 36-Jährige, sei man ja trotz des 1:2 gegen Bremen immer noch ungeschlagen im am Samstag (15.30 Uhr) wieder ausverkauften Bruchwegstadion: «Da mussten wir in den schwarzen Auswärtstrikot spielen. Am Samstag tragen wir wieder Rot-Weiß und darin hat uns keiner besiegt.»
17 Punkte sammelten die Kölner in zwölf Auswärtsspielen. Erst drei Partien in der Fremde gingen verloren, sieben Mal ließ die Mannschaft von Trainer Zvonimir Soldo kein Gegentor zu. «Wir dürfen den Gegner nicht am 13. Tabellenplatz messen», sagte Tuchel. Diszipliniert und engagiert sei das Spiel der Kölner, mit individueller Qualität im Angriff: Nationalstürmer Lukas Podolski hat seine lange Torflaute beim 1:1 gegen Bayern München überwunden. Auch Milovoje Novakovic ist immer für einen Treffer gut.
Fehlen wird allerdings Mittelfeldstratege Petit. Der Portugiese ist nach der zehnten Gelben Karte gesperrt. Das Abschlusstraining führen die Rheinländer an diesem Freitag beim Mainzer Nachbarn SV Wehen Wiesbaden durch.
Voller Selbstvertrauen können die Mainzer nach dem zweiten Auswärtssieg beim 1:0 in Hoffenheim in die Partie gehen. Dass nun automatisch die selbe Startelf die schwere Aufgabe gegen den FC aufnimmt, ist für Tuchel nicht klar. «Zementiert ist das nicht, automatisch geht nichts. Gegen Köln stehen andere Aufgaben an. Deshalb sind ein paar Änderungen nicht ausgeschlossen», sagte der FSV-Coach. Florian Heller drängt sich nach abgelaufener Rot-Sperre wieder auf, doch Radoslav Zabavnik will seinen Posten als rechter Außenverteidiger nicht so einfach räumen.
Jan Simak erhielt nicht die besten Kritiken, doch der Coach schützt den Tschechen. «Er hat seine Sache in Hoffenheim gut gemacht, aber es ist jede Woche ein hartes Bemühen um einen Platz im Kader», meinte Tuchel, der den Konkurrenzkampf als «hoch wie selten zuvor» bezeichnete.
Ungefährdet ist derzeit der Platz von Aristide Bancé. Seit er nach einer verbalen Auseinandersetzung mit Tuchel zum Ballschleppen im Training verdonnert wurde, trifft der Nationalspieler aus Burkina Faso wieder wie beim 1:0 in Hoffenheim. «Er hat den Dienst mit Akribie ausgeführt, auch wenn die Bälle manchmal zu hart aufgepumpt waren», sagte Tuchel. «Nachdem wir nun 35 Punkte haben, lehnt sich keiner zurück. Das passt nicht zu unserem Charakter.» Ein Punkteziel hätten sich die Mainzer noch nie gesetzt, «das machen wir auch nun nicht».
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