60 Prozent wollen keine Schweinegrippe-Impfung
07.09.2009
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Mainz/Frankfurt. Rund 60 Prozent der Hessen, Rheinland- Pfälzer und Saarländer wollen sich im Herbst laut einer Umfrage nicht gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Dies habe eine Studie des Forsa-Instituts ergeben, teilte die Krankenkasse DAK am Montag in Mainz mit.
Demnach wollen sich nur 13 Prozent der Befragten «ganz sicher» impfen lassen. Knapp 30 Prozent möchten die Impfung «auf keinen Fall», 32 Prozent «wahrscheinlich nicht» in Anspruch nehmen.
«Unsere Umfrage zeigt derzeit ein realistisches Bild, da die meisten Erkrankungen in unserer Region zum Glück sehr milde verlaufen», sagte der DAK-Chef für die drei Länder, Günter Krüchten, laut Mitteilung. «Sollte sich in einigen Wochen die Situation wieder verschärfen, wird dies sicher auch die Impfbereitschaft sprunghaft erhöhen.»
Derzeit sähen nur fünf Prozent der Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland eine «sehr große» Gefahr, sich in den nächsten Wochen zu infizieren. Mit 78 Prozent fühlt sich die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung durch Politik, Medien und Experten zu dem Thema ausreichend informiert.
Die Ergebnisse der Studie zeigten den Angaben zufolge deutliche regionale Unterschiede bei der Impfbereitschaft. So ist die Ablehnung in Bayern und Baden-Württemberg besonders hoch. Hier sagten jeweils nur neun Prozent der Befragten, dass sie sich «ganz sicher» impfen lassen würden.
Dagegen gaben dies in Ostdeutschland 23 Prozent der Menschen an. Für das DAK-Gesundheitsbarometer wurden vom 1. bis 4. September in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland 136 Menschen befragt, bundesweit waren es rund tausend.