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Knapp 160 Schweinegrippe-Infizierte in Hessen
24.07.2009
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Marburg SchweinegrippeSuche nach dem Impfstoff gegen die Schweinegrippe in Marburg
Wiesbaden Die Zahl der Infektionen mit Schweinegrippe steigt in Hessen zügig an. Am Freitagmorgen waren es bereits 159 Menschen, die sich seit April mit dem Virus A/H1N1 angesteckt haben, wie das Gesundheitsministerium in Wiesbaden mitteilte. 132 Fälle seien im Labor bestätigt worden. Am Vortag lag die Zahl noch bei 130.

Derzeit erhöhen vor allem Rückkehrer aus dem Urlaub die Zahlen, 60 Prozent der bisher Betroffenen haben sich allerdings im Inland infiziert. Inzwischen werden nicht nur Fälle gezählt, bei denen der Infekt in einem Labor belegt wurde, sondern auch Fälle mit typischen Symptomen, bei denen der Kranke engen Kontakt zu Infizierten hatte.

Die Bundesländer haben am Freitag 50 Millionen Impfdosen zur Abwehr der Schweinegrippe bestellt. Sie reichen für den Schutz von 30 Prozent der Bevölkerung, teilte das Thüringer Sozialministerium mit, das zurzeit die Gesundheitsministerkonferenz leitet.

Die Kosten belaufen sich auf rund 700 Millionen Euro. Sie werden später pro Impfung von den Krankenkassen gezahlt.

Der Impfstoff wird noch entwickelt und soll Ende September zur Verfügung stehen. Die Impfungen könnten damit im Oktober beginnen. An erster Stelle stehen gefährdete Gruppen wie Asthmatiker, chronisch Kranke und Beschäftigte im Gesundheitswesen.

Mit der Bestellung sei eine Option zum Kauf zusätzlicher Impfdosen verbunden. Ein Schutz für die Gesamtbevölkerung würde zwei Milliarden Euro kosten.

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