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Schweinegrippe-Impfstoff wird in Marburg hergestellt
12.06.2009
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Impfung gegen Schweinegrippe
Basel/Marburg. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will seinen Impfstoff gegen die Schweinegrippe in seinem Werk im mittelhessischen Marburg produzieren. Wie das Unternehmen am Freitag in Basel mitteilte, könne der Impfstoff schneller bereitgestellt werden als bisher erwartet.

Die Entwicklung des ersten Teils eines Influenza A(H1N1)-Impfstoffes sei wegen einer neuen Technologie Wochen früher als erwartet abgeschlossen. Auf dieser Basis werde erwartet, zügig einen Impfstoff herstellen zu können und die Produktion hochzufahren. Derzeit lägen Nachfragen von mehr als 30 Regierungen nach diesem Impfstoff vor.

Das Unternehmen will den Impfstoff dann in seiner Produktionsanlage für Zellkultur-Grippe-Impfstoffe in Marburg herstellen. Dort könne die Produktion auch zügig gesteigert werden, da die Anlage das Potenzial habe, jede Woche Millionen Impfstoffdosen zu produzieren.

Wichtiger Partner bei der Herstellung des ersten Impfstoffes sei das Institut für Virologie der Philipps Universität in Marburg gewesen. Eine zweite Anlage werde in den USA gebaut, so das Unternehmen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht bisher davon aus, dass ein Impfstoff nicht vor September zur Verfügung steht. Sie hatte am Donnerstag eine Pandemie ausgerufen - die erste seit über 40 Jahren.

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