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Banzer beruhigt bei Schweinegrippe-Pandemie
11.06.2009
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Hessens Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU)
Wiesbaden. Die Einstufung der Schweinegrippe als Pandemie hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Wiesbaden keine direkten Auswirkungen auf Hessen. «Wenn man sich die Verbreitungsgeschwindigkeit und den Verbreitungsgrad von H1N1 weltweit anschaut, musste man mit dem Schritt der WHO rechnen», teilte der hessische Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) am Donnerstag mit.

Ein Krisenstab von Ministerium, Lagezentrum und den Gesundheitsämtern sei bereits seit April im Einsatz und arbeite seit den ersten Verdachtsfällen sehr professionell. «Wir sind gut aufgestellt», sagte Banzer.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Schweinegrippe wegen ihrer starken Ausbreitung auf zwei Kontinenten am Donnerstag zur Pandemie erklärt und ihre höchste Alarmstufe 6 ausgerufen. Mit der Entscheidung gilt die Schweinegrippe als Epidemie von weltweitem Ausmaß.

Für Deutschland ändert sich nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts (RKI) zunächst jedoch nichts. «Im Moment haben wir eine Situation, in der wir eine überschaubare Zahl von Erkrankungen haben», sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher in Berlin. In Deutschland gebe es bereits die von der WHO in Alarmphase 6 geforderten Strukturen und Expertengespräche. Auch Bund und Länder stimmten sich bereits regelmäßig ab.

Auch in Hessen müsse mit weiteren Fällen der neuen Grippe gerechnet werden, sagte Banzer. Rückkehrer aus Risikogebieten sollten auf grippeähnliche Symptome achten und im Zweifelsfall umgehend zum Arzt gehen. Das Risiko einer Infektion kann nach Angaben des Ministeriums deutlich gesenkt werden, wenn die Menschen die üblichen Verhaltensregeln zum Vermeiden von Tröpfcheninfektionen wie Hände waschen berücksichtigten.

Bisher sind in Hessen nach Angaben des Ministeriums elf Schweinegrippefälle gemeldet worden, deutschlandweit sind es nach Schätzungen mindestens 100. Weltweit hat die WHO rund 28 000 Infektionen mit dem neuen H1N1-Grippevirus in 74 Ländern registriert. 141 dieser Erkrankten sind gestorben.

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