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Täglich 20 Unfälle auf hessischen Schulwegen
09.08.2012
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Foto: Dieter Schütz, pixelio.de
In Hessen verunglücken nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) im bundesweiten Vergleich so wenige Kinder im Straßenverkehr, wie in keinem anderen Bundesland. Dennoch ist in Hessen die Zahl der Schulwegeunfälle angestiegen.

Im Jahr 2010 sind rund 7.200 Kinder (2009: 6.700) auf dem Schulweg so verunglückt, dass sie ärztlich behandelt werden mussten. Das sind im Schnitt 20 Unfälle pro Tag. Bezogen auf 1.000 Schüler gab es 5,5 Schulwegunfälle – im Jahr zuvor waren es noch 5,2.

Wie man den Kindern helfen kann
Anfang der kommenden Woche beginnt für die Erstklässler in Hessen die Schule. Mit der Einschulung kommen auf die Kinder neue Herausforderungen zu, darunter auch die Konzentration auf den Schulweg und den Straßenverkehr. Die TK in Hessen rät Eltern, mit den Schulanfängern frühzeitig den sichersten – nicht den kürzesten – Schulweg einzuüben.

"Erstklässler müssen ihren Schulweg gut kennen lernen", sagt Daniela Bürger, Präventionsexpertin bei der TK in Hessen. "Bei der Wahl der richtigen Strecke sollte die Sicherheit an erster Stelle stehen. Wichtig ist, dass Kinder auf dem Schulweg möglichst wenig Straßen und Ausfahrten überqueren müssen". Gerade das richtige Verhalten an Ampeln und Zebrastreifen müssen Kinder trainieren. Da sie größtenteils durch Nach-ahmung lernen, ist die Vorbildfunktion der Eltern besonders wichtig.

Den Kindern ein Vorbild sein
"Wenn die Eltern bei Rot über die Ampel gehen, wird sich das Kind wo-möglich daran erinnern, wenn es selbst in Eile ist. Grundschulkinder können jedoch Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht so sicher abschätzen wie Erwachsene und entsprechend zu handeln", so Bürger.

An den ersten Schultagen gehen die ABC-Schützen am sichersten mit einem Elternteil zu Schule. Aber meist fordern die Kinder schnell mehr Selbstständigkeit. Alleine sollten sie sich jedoch erst auf den Weg machen, wenn sie Strecke und Verkehrsverhältnisse genau kennen.

Mit dem Fahrrad zur Schule?
Verlockend ist es für Kinder, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Aber hier rät Daniela Bürger zur Vorsicht: "Das Radfahren im Straßenverkehr überfordert besonders jüngere Kinder. Erst nach der Fahrradprüfung in der vierten Klasse sollten sie den Weg zur Schule mit dem Rad zurücklegen." Wohnen Kinder zu weit von ihrer Schule entfernt, um zu Fuß zu gehen, sollten sie rechtzeitig üben, den Weg mit Bus und Bahn zurückzulegen.

Egal ob das Kind zu Fuß, mit dem Bus oder im Auto in die Schule geht, wichtig ist auffällige Kleidung. Und gerade wenn es im Herbst morgens wieder länger dunkel bleibt, sind Reflektoren wichtig, damit die Kinder im Straßenverkehr nicht übersehen werden.

Die TK bezieht sich auf die Statistik "Schülerunfallgeschehen 2010" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

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