Bergpark Wilhelmshöhe
10.07.2008
Der im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegte Bergpark gehört weltweit zu den größten und schönsten seiner Art. Grund dafür sind nicht nur die enorme Blütenpracht, die gepflegten Wiesen und die mehr als 600 verschiedenen Gehölzarten, die sich auf der 240 Hektar großen Fläche verteilen. Hier gibt es ferner eine ganze Reihe außergewöhnlicher Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Dazu zählt die über acht Meter hohe Nachbildung des Herkules, der über diesem Naturparadies thront. Besucher, die es dem Kraftprotz gleichtun möchten, begeben sich einfach auf die Aussichtsplattform in knapp 30 Metern Höhe. Am Fuße der Herkules-Skulptur bieten auch die Wasserkünste einen besonderen Anziehungspunkt, denn das kühle Nass legt eine lange Strecke über Kaskaden, den Steinhöfer Wasserfall und die Teufelsbrücke zurück. Der Weg endet mit einer imposanten, 52 Meter hohen Fontäne. Das feuchte Schauspiel kommt natürlich noch besser zur Geltung, wenn es in den Sommermonaten nach Einbruch der Dämmerung beleuchtet wird. Darüber sollte man allerdings nicht das Schloss Wilhelmshöhe vergessen, das Landgraf Moritz Anfang des 17. Jahrhunderts anstelle des Klosters dort errichten ließ. Wilhelm IX. verpasste dem edlen Gemäuer Ende des 18. Jahrhunderts sein heutiges britisches Flair. Er war es auch, der die benachbarte Löwenburg 1793 als künstliche Ruine einer mittelalterlichen englischen Ritterburg errichten ließ.