Bahntrassenradeln auf dem Vulkanradweg
10.07.2008
Ein Blick auf alte Straßenkarten macht deutlich, dass die Bundesrepublik von einem gigantischen Schienennetz überzogen ist. In den letzten Jahrzehnten wurde dieses jedoch zunehmend aufgegeben und anschließend stillgelegt. Dass die vergessenen Bahngleise ein beachtliches touristisches Potenzial in sich bergen, hat der Fremdenverkehr längst erkannt und sie zu attraktiven Radwanderwegen ausgebaut. Das so genannte Bahntrassenradeln ist Fahrrad-Spaß für die ganze Familie. Moderate Steigungen, eine breite Asphaltdecke und durchgängige Beschilderung machen den Radausflug zum reinsten Vergnügen. Auch in Hessen wurden während der letzten Jahre einige landschaftlich reizvolle Bahntrassenwege fertiggestellt. Darunter der längste in ganz Deutschland: der sich über 74 Kilometer erstreckende Vulkan-Radweg. Er belebt die ehemalige Trasse der Oberwaldbahn, die noch bis 1994 in Betrieb war, von Altenstadt über Glauburg und Lauterbach nach Schlitz. Auf ihm macht Radeln auch im Mittelgebirge Spaß, denn eine mäßige Steigung von maximal drei Prozent bietet optimale Bedingungen für Genussfahrer, Familien mit Kindern und Gelegenheitsradler. Auf die Spuren der Vergangenheit können sich Radsportfans darüber hinaus auf der ehemaligen 28 Kilometer langen Route der Westerwald-Querbahn von Herborn nach Rennerod begeben – Infos hierzu gibt es auf www.bahntrassenradeln.de.