Stadt und Land
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Bad Homburg
10.07.2008
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Mit der Entdeckung des Elisabethbrunnens 1834 begann der Kurbetrieb in dieser Stadt, die in den folgenden Jahren als „Weltbad gekrönter Häupter“ bekannt wurde. Sogar der König von Thailand, Chulalongkorn respektive Rama V., der an Herz, Nieren und Nasenschleimhaut erkrankt war, konnte sich von der Wirksamkeit der Heilquellen überzeugen und ließ zum Dank für seine Genesung einen Tempel errichten. Aber auch in anderen Bereichen setzte der Kurort historische Maßstäbe: Auf Betreiben der Gebrüder François und Louis Blanc wurde hier 1841/42 die erste deutsche Spielbank erbaut. Prominente Gäste waren der englische König Eduard VII., Fjodor Dostojewski und das letzte russische Zarenpaar. Der wahre Reichtum der Stadt liegt allerdings im Boden: Dort sprudelt das Wasser aus 14 Heilquellen, die unter anderem die Taunus Therme mit Solegrotte und Ionenbrunnen speisen. Die verschiedenen Anwendungen verschaffen Linderung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Stoffwechsel-, Leber- und Magenkrankheiten. Auch nervliche und psychosomatische Leiden können behandelt werden. Zu den traditionellen sind moderne Formen der Kur und Therapie hinzugekommen: So präsentiert sich das Kaiser-Wilhelms-Bad heute als Day Spa „Kur-Royal“; ein Vital-Center mit Ayurveda-Behandlungen und eine Vielzahl von Fachkliniken runden das medizinische Angebot ab. Abwechslung von den Anwendungen garantieren die zahlreichen kulturellen Programmpunkte des Bad Homburger Sommers. Auch die Innenstadt atmet Geschichte: Hier finden sich der mittelalterliche Weiße Turm und das Schloss von Landgraf Friedrich II. Danach empfiehlt sich ein Einkaufsbummel durch die zahlreichen kleinen Läden, in denen der Kunde noch König ist.

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