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Bad Hersfelder Festspiele
10.07.2008
Sobald wieder unter freiem Himmel Theater gespielt wird, sind die Inszenierungen in der größten romanischen Kirchenruine Mitteleuropas nicht nur ein Muss für Freunde der Szene. Jedes Jahr gibt sich ein internationales Ensemble großer Persönlichkeiten aus Theater, Film und Fernsehen auf den Brettern von Bad Hersfeld die Ehre. Kenner stellen den Charakter der Stiftsruine gerne dem der Felsenreitschule in Salzburg oder jenem des Papstpalasts in Avignon gleich. Der Magie dieser Ruine können und konnten sich auch viele Schauspieler wie Theo Lingen, Götz George, Walter Giller, Mario Adorf oder Will Quadflieg nicht entziehen. Auf dem Programm standen und stehen die großen Werke der Weltliteratur, etwa von Bertolt Brecht, aber auch Zuckmayers Rattenfänger oder Shakespeares Sommernachtstraum. Musicals wie „Cabaret“, „The Rocky Horror Picture Show“ oder Hochkultur wie der „König Lear“, die bereits 1995 unter dem Intendanten Volker Lechtenbrink inszeniert wurden, zeigen die Qualität und Vielfalt des Spielplans. Auch die 57. Festspiele bieten wieder spektakulären Seh- und Hörgenuss für die ganze Familie. Während für die Großen packende Aufführungen von Goethes Faust I und II, untermalt mit Musik von Konstantin Wecker, unter freiem Himmel ein besonderes Erlebnis sind, genießen die Kleinen das nach der legendären Zeichentrickserie inszenierte Musical „Mein Freund Wickie“. Dessen spannende Handlung, witzige Dialoge und fetzige Musik sind so inspirierend, dass viele noch auf dem Nachhauseweg „Hej, hej, Wickie“ singen werden.

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