Stadt und Land
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Bad Hersfeld
10.07.2008
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Bad Hersfeld ist stolz auf seine Geschichte und das zu Recht. Immerhin beginnt diese schon im Jahr 2000 v. Chr. – damals befand sich eine neolithische Siedlung auf dem heutigen Stadtgebiet. Das Bild des historischen Stadtkerns prägen selbstverständlich Bauten jüngeren Datums. Etwa die steinernen Patrizierhäuser mit ihren Renaissance-Giebeln. Über dem historischen Ensemble thront erhaben die Stadtkirche. Deren markanter, trutziger Turm ist bis heute das weithin sichtbare Wahrzeichen Bad Hersfelds. Nur wenige Gehminuten entfernt ragt ein weiteres imposantes Bauwerk in den Himmel: Der Katharinenturm aus dem beginnenden 12. Jahrhundert war ursprünglich als Westabschluss der Stiftskirche geplant. Dazu kam es jedoch nie, und so ist er bis heute freistehend geblieben. In seiner Spitze schwingt die älteste datierte Glocke Deutschlands. Die „Lullusglocke“ aus dem Jahr 1038 ist nach dem Mainzer Bischof benannt, der das 769 n. Chr. erbaute Benediktinerkloster gründete. Hinter dem Turm, umgeben von einer schmucken Parkanlage, befindet sich das wohl berühmteste Bauwerk der Stadt – und das, obwohl es sich dabei um ein verfallenes Gemäuer handelt! Die Ruine der alten Stiftskirche ist die größte ihrer Art in ganz Europa und Austragungsort der bekannten Bad Hersfelder Festspiele. Im siebenjährigen Krieg war die Kirche abgebrannt und danach nie wieder aufgebaut worden. Nicht nur für Deutschlehrer und Germanistikstudenten lohnenswert ist ein Besuch im Konrad-Duden-Museum. Die Ausstellung ist dem Leben und Werk des Erfinders des Rechtschreibbuches gewidmet. Duden war viele Jahre in Hersfeld als Schuldirektor tätig. Für Gourmets hingegen ist eine Stippvisite im Romantik-Hotel „Zum Stern“ Pflichtprogramm.

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