Arboretum
10.07.2008
Sie haben Lust, einen Spaziergang von Mitteleuropa über Kleinasien, China und Japan nach Nordamerika zu unternehmen? Dann besuchen Sie doch einfach das Arboretum unter der Leitung des Forstamts Königstein. Zwischen Sulzbach, Schwalbach und Eschborn erstreckt sich eine etwa 76 Hektar große Waldparklandschaft mit mehr als 600 Baum- und Straucharten aus den gemäßigten Regionen der nördlichen Halbkugel. Sie alle benötigen eine ähnliche Temperatur und Jahreszeitenverteilung. Insgesamt 37 Waldbilder, die jeweils eine bestimmte Gegend mit ihren charakteristischen Pflanzen repräsentieren, gibt es zu bestaunen. Hier können Sie spazieren gehen, Rad fahren, sich erholen – und währenddessen die Frucht des Trompetenbaumes in Augenschein nehmen. Da jedoch erst 1982 damit begonnen wurde, das Arboretum anzulegen, sind die meisten Wälder noch sehr jung. Und so wird es viele weitere Jahre dauern, bis beispielsweise die Mammutbäume so mächtig sind wie im Westen Nordamerikas, ihrer eigentlichen Heimat. Sehenswert in dem Naturparadies ist außerdem der geologische Lehrpfad mit seinen 24 Gesteinsblöcken aus verschiedenen hessischen Orten. Ebenfalls typisch für unser Bundesland sind die Streuobstwiesen. Im Arboretum wachsen und gedeihen jedoch alte Kultursorten von Apfel-, Birn- und Steinobstbäumen, die fast schon museumsreif sind, da sie kaum noch angebaut werden. Zurück zur Natur heißt es schließlich auch auf den sogenannten Sukzessionsflächen: Hier kann sich die Vegetation frei und ohne menschlichen Eingriff entwickeln.