Zu Besuch bei den Römern
Erlebnis Saalburg
12.07.2007
Saalburg
Über Bad Homburg liegt an einem Taunuspass die Saalburg. Um das Jahr 83 n. Chr. errichteten die Römer als erste Anlage hier eine Erdschanze. Die Befestigungsanlage wurde stetig erweitert und ausgebaut. Schließlich diente bis zum Jahr 260 ein großes Kastell mit Wehrmauern und Innenbauten aus Stein und Holz mit einer Besatzung von etwa 500 Mann der Sicherung des Limes, der römischen Reichsgrenze.
Mit der Außensiedlung, einem Dorf von Handwerkern, Händlern, Wirten, Dirnen und anderen Dienstleistenden, haben hier etwa 3000 Menschen gelebt.
Die Ausgrabungne Ende des 19. Jahhrhunderts führten auf Veranlassung Kaiser Wilhelms II. seit 1897 zur Rekonstruktion. Heute ist die Saalburg das einzige rekonstruiere Kastell des römischen Reiches - mit allen Gebäuden und Einrichtungen der damaligen Zeit.
Hinter dem Eingangstor steht der Getreidepeicher, in dem ein Großteil der Schausammlung zu sehen ist. In der Kommandantenwohnung gegenüber ist die Museumsverwaltung und das Saalburg-Forschungsinstitut untergebracht. Inmitten des Lagers erhebt sich das Stabsgebäude mit der großen Eingangshalle. Um den Innenhof mit seinem Umgang gruppieren sich die Amtsräume, Schreibstuben und Waffenkammern, die heute als Museumsräume genutzt werden.
Früher war das Gelände innerhalb des Kastells dicht bebaut mit Mannschaftsbaracken, wovon zwei wiederaufgebaut wurden, Werkstätten und Ställen. Das kultische Zentrum war das Fahnenheiligtum. In dem farbig ausgemalten Raum sind Nachbildungen von Truppenfahnen und ein Kaiserbild zu sehen. Im Raum, in dem die Wandmalerei aus dem Echzeller Kastell aufbewahrt ist, sehen wir die Inszenierung eines römischen Gastmahls; aus den Gesprächen, denen die Besucher lauschen, ist zu erfahren, welche Speisen serviert wurden.
In den rekonstruierten Backöfen wird manchmal römisches Brot gebacken. Im Außengelände des Museums sind die Reste der Badeanlage und eines Gästehauses konserviert. An den vielen Steinkellern der Häuser sieht man die Ausdehnung des Lagerdorfes. Ein Heiligtum des persischen Lichtgottes Mithras, der auch von vielen Römern verehrt wurde, und die Nymphenquelle sind eindrucksvolle Nachempfindungen, die Jupitersäule mit den Göttinnen und Göttern ist eine Kopie der Mainzer Säule.
Unweit des Kastells sind Wall und Graben des Limes erhalten geblieben, ein Stück der Grenzbefestigung ist rekonstruiert. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm wird den Besuchern der Saalburg angeboten.
Es gibt Brotbacktage, Limeswanderungen, Abendführungen mit Weinumtrunk, Bogenschießen, den Kindernist ein eigenes Programm gewidmet.